Sambucus nigra
Schwarzer Holunder
Volksnamen: Holunder, Holler, Fliederbeere
Beschreibung
Der Schwarze Holunder ist ein anspruchsloser Großstrauch, der zweimal im Jahr erntereif ist: im Juni die duftenden Blütendolden für Sirup und Hollerküchle, ab Ende August die tiefschwarzen Beeren für Saft, Gelee und Suppe. Roh sind Beeren und grüne Pflanzenteile unbekömmlich – erst das Erhitzen macht sie genießbar. In der traditionellen Hausapotheke gilt er seit jeher als Begleiter der Erkältungszeit.
Pflegehinweise
Pflanze den Holunder im Herbst (Oktober · KW 42) an einen sonnigen bis halbschattigen, nicht zu trockenen Platz mit nährstoffreichem Boden. Er wächst rasch und kräftig. Schneide ihn im Winter (Februar · KW 7) kräftig zurück und entferne altes Holz bodennah – Holunder fruchtet am Vorjahrestrieb und dankt den Verjüngungsschnitt mit kräftigen, ertragreichen Neutrieben.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, nährstoffreich
Gib dem Holunder einen tiefgründigen, humusreichen Lehmboden, der frisch bis feucht bleibt. Staunässe mag er nicht, kurze Trockenphasen verträgt er — als Stickstoffzeiger fühlt er sich auf nährstoffreichen, kalkverträglichen Böden am wohlsten.
Düngung
Starkzehrer
Arbeite im Frühjahr vor dem Austrieb reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach um die Strauchbasis ein und ergänze etwas Hornspäne für die stickstoffbetonte Versorgung im starken Triebwachstum. Während Austrieb und Blüte kannst du zusätzlich mit verdünnter Brennnesseljauche gießen. Mit dem Fruchtansatz die Stickstoffgaben einstellen, damit die Triebe bis zum Herbst ausreifen.
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