Secale cereale
Winterroggen
Volksnamen: Roggen, Grünroggen
Foto: LSDSL · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Der Winterroggen ist die robusteste Gründüngung für späte Aussaaten und übersteht selbst strenge Winter ohne Schutz. Sein dichtes Wurzelwerk lockert den Boden, hält ihn über Winter bedeckt und unterdrückt Unkraut zuverlässig. Als Nicht-Leguminose bindet er keinen Stickstoff, schützt aber vor Auswaschung der Nährstoffe.
Pflegehinweise
Säe den Winterroggen im September oder Oktober (KW 36-43) nach dem Abräumen der Sommerkultur breitwürfig aus und harke ihn flach ein. Er keimt auch bei kühlen Temperaturen noch zuverlässig. Walze oder mähe den Bestand im Frühjahr (April · KW 15) vor der Blüte und arbeite ihn zwei bis drei Wochen vor der nächsten Pflanzung flach ein.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, mager, trocken
Roggen ist die genügsamste aller Getreidearten und gedeiht besonders gut auf leichten, sandigen bis sandlehmigen, durchlässigen Böden, die im Sommer auch trocken sein dürfen. Staunässe und schwere, verdichtete Tonböden meidest du; sein kräftiges Wurzelwerk lockert den Boden dabei selbst mit auf.
Düngung
Schwachzehrer
Baust du Roggen als Hauptfrucht an, arbeitest du im zeitigen Frühjahr zu Vegetationsbeginn (ab März) reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach in den Boden ein. Als Gründüngung oder Zwischenfrucht braucht Roggen keine eigene Düngung — er nutzt den Reststickstoff der Vorfrucht sehr effizient; eine Herbstdüngung unterbleibt.
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