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Heidelbeere ‚Bluecrop’

Sortenpass

Heidelbeere ‚Bluecrop’

Vaccinium myrtillus · Ericaceae

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Bluecrop ist die meistangebaute Kulturheidelbeere weltweit und eine sichere Wahl für deinen Garten. Sie wächst kräftig und aufrecht, ist sehr frosthart und trägt zuverlässig große, hellblaue Beeren. Sie ist selbstfruchtbar, doch eine zweite Sorte in der Nähe steigert Ertrag und Beerengröße spürbar. Achte auf sauren, humosen und gleichmäßig feuchten Boden.

Festes Fruchtfleisch mit ausgewogenem süß-säuerlichem Aroma. Die Beeren bleiben am Strauch lange ansehnlich und eignen sich gut zum Frischverzehr wie zum Backen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 3.5–58.0

Bodenart

humos, durchlässig, feucht, kalkmeidend, mager

LichtHalbschatten
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Heidelbeeren brauchen sauren, humusreichen und gleichmäßig feuchten Boden ohne Staunässe – pH 3,5 bis 4,5 ist optimal, bis 5,0 wird noch toleriert. Pflanz sie in Rhododendron- oder Moorbeeterde und mische gern Nadelstreu oder sauren Rindenmulch unter; normale Garten- oder Komposterde meidest du, weil sie zu kalkhaltig ist. Gieß am besten mit kalkarmem Regenwasser.

Düngung

Schwachzehrer

Als Schwachzehrer brauchen Heidelbeeren nur wenig – zu viel schadet mehr als es nützt. Im Frühjahr kannst du sparsam Hornspäne flach um die Pflanze einharken; bei Bedarf eine zweite, ebenso zurückhaltende Gabe zur Blüte. Kompost und Mist meidest du, weil beide den pH-Wert anheben. Erneuere stattdessen jährlich eine Mulchschicht aus Nadelstreu oder saurem Rindenmulch – das schützt die flachen Wurzeln und hält den Boden leicht sauer.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochMai–Sep

Dickmaulrüssler

Otiorhynchus sulcatus

Der Gefurchte Dickmaulrüssler ist ein nachtaktiver, flugunfähiger Käfer, dessen erwachsene Tiere typische buchtartige Kerben in die Blattränder fressen. Gefährlicher sind die Larven: Sie leben im Boden und fressen Wurzeln und Wurzelhals, sodass besonders Erdbeeren und Heidelbeeren plötzlich welken oder ganz absterben. Befall fällt oft erst auf, wenn die Pflanze schon kümmert.

Vorbeugen

Setze ab Sommer bei feucht-warmem Boden insektenpathogene Nematoden (Heterorhabditis) gegen die Larven ein — das ist die wirksamste biologische Methode. Sammle Käfer abends mit der Taschenlampe ab oder lege Bretter und zusammengerollte Tontöpfe als Tagesversteck aus, die du morgens kontrollierst. Kontrolliere zugekaufte Topfpflanzen vor dem Auspflanzen auf Larven im Ballen.

MangelmittelApr–Aug

Eisenmangel-Chlorose

Eisen-Mangel

Bei der Eisenchlorose vergilben die jüngsten Blätter, während die Blattadern grün bleiben — ein deutliches Netzmuster. Meist fehlt nicht das Eisen im Boden, sondern es ist bei zu hohem pH-Wert für die Pflanze nicht verfügbar. Heidelbeeren und Himbeeren als säureliebende Pflanzen reagieren besonders empfindlich, etwa wenn der Boden zu kalkhaltig ist oder mit hartem Wasser gegossen wird.

Vorbeugen

Senke den pH-Wert im Wurzelbereich mit Rhododendron-/Moorbeeterde, Nadelkompost oder Schwefel — Heidelbeeren wollen pH 4,0 bis 5,0. Gieße bevorzugt mit Regenwasser statt mit hartem Leitungswasser. Bei akutem Mangel hilft ein eisenhaltiger Dünger oder Chelat-Eisen, langfristig zählt aber der saure, humose Standort.