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Weinrebe ‚Birstaler Muskat’

Sortenpass

Weinrebe ‚Birstaler Muskat’

Vitis vinifera · Vitaceae

Reifezeit
mittelfrüh
Wuchsstärke
mittel

Über diese Sorte

Eine grüngelbe, pilzwiderstandsfähige Tafeltraube aus der Schweiz, die ihren feinen Muskatcharakter mit einer angenehm robusten Natur verbindet. Die lockeren Trauben reifen ab Mitte September und trocknen nach Regen gut ab, was Fäulnis vorbeugt. Selbstfruchtbar, ein zweiter Stock zur Befruchtung ist nicht erforderlich.

Helle, saftige Beeren mit elegantem Muskatduft und ausgewogener Süße — eine feine Naschtraube für die Hauswand.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfNiedrig

Pflanz die Weinrebe in tiefgründigen, gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt sie nicht und reagiert mit Wurzelfäule. Am besten gedeiht sie auf warmen, sandig-lehmigen Böden bei einem pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,0; deutlich über 7 droht auf kalkreichem Boden Eisenmangel-Chlorose mit gelben Blättern.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite im Frühjahr (März/April), wenn die Augen schwellen, reifen Kompost und Hornspäne flach um den Rebstock ein — das deckt den Bedarf organisch und langsam. Geh mit Stickstoff sparsam um: zu viel treibt weiches, pilzanfälliges Laub und mindert die Traubenqualität. Nach der Ernte im Herbst hilft etwas gut verrotteter Kompost der Holzreife und Frosthärte.

Schnitt

MonateJan–Feb
SaisonSpätwinter
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide deine Weinrebe im Spätwinter (Februar, in milden Lagen bis Anfang März) an einem trockenen, frostfreien Tag — vor dem Saftfluss, sonst „blutet" sie stark und verliert Kraft. Lass pro Fruchtrute meist 1–2 Augen als Zapfen stehen; der Sommerschnitt (Ausgeizen, Entlauben) ergänzt nur, ersetzt den Winterschnitt nicht.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

KrankheitmittelMai–Sep

Grauschimmel

Botrytis cinerea

Grauschimmel ist ein Schwächeparasit, der überall dort zuschlägt, wo es feucht und eng ist. Auf reifen Erdbeeren, Tomaten oder Salatköpfen bildet sich ein typischer grau-pelziger Rasen, die Früchte faulen weich. Auch Jungpflanzen können daran umkippen.

Vorbeugen

Sorge für Luft: weite Abstände, ausgelichtete Bestände und trockene Blätter. Ernte reife Früchte zügig, entferne faulende sofort und vermeide Verletzungen. Im Gewächshaus hilft regelmäßiges Lüften gegen die Staunässe.