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Prunus domestica subsp. italica

Reneklode

Volksnamen: Ringlotte, Reineclaude

Reneklode

Beschreibung

Die Reneklode ist eine rundliche, meist grünlich-gelbe Edelpflaume mit besonders saftigem, honigsüßem Fruchtfleisch — viele halten sie für die feinste aller Pflaumen. Sorten wie *'Große Grüne Reneklode'* sind oft auf einen Befruchter angewiesen. Sie eignet sich hervorragend zum Frischverzehr und für Kompott.

Pflegehinweise

Pflanze die Reneklode an einen sonnigen, warmen und windgeschützten Platz mit tiefgründigem, humosem Boden. Sie reagiert empfindlich auf Trockenheit — gieße in den Standjahren und während der Fruchtfüllung regelmäßig. Schneide nur leicht und ausschließlich nach der Ernte. Setze bei nicht selbstfruchtbaren Sorten eine zweite Pflaume in die Nähe. Ernte vollreif von August bis September.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Renekloden brauchen einen tiefgründigen, nährstoffreichen und gleichmäßig feuchten Boden – am liebsten lehmig oder lössig mit gutem Humusanteil. Staunässe ist ihr größter Feind, deshalb muss der Boden gut durchlässig sein. Ein neutraler bis leicht kalkhaltiger Boden (pH 6,0–7,5) passt ihnen gut; sauren Sandboden wertest du vor dem Pflanzen mit reifem Kompost auf. Als wärmebedürftigste Pflaume danken sie dir eine geschützte, sonnige Südlage.

Düngung

Mittelzehrer

Im zeitigen Frühjahr (März/April), sobald der Boden abgetrocknet ist, eine Schicht reifen Kompost im Kronentraufbereich auf die Baumscheibe geben und flach einarbeiten. Ergänzend kannst du Hornspäne einharken, um den Austrieb mit Stickstoff zu versorgen. Eine zweite leichte Kompost- oder Stallmistgabe bis spätestens Anfang Juni stützt die Fruchtentwicklung. Danach mit Stickstoff zurückhalten – zu viel fördert Triebwachstum auf Kosten der Blütenknospen. Renekloden zehren eher mäßig, eine Düngung muss nicht jedes Jahr sein.

Schnitt

MonateJul–Sep
SaisonSommer (nach der Ernte)
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide deine *Reneklode* als Steinobst im Sommer direkt nach der Ernte (etwa August bis Anfang September · KW 31–36), bei trockenem Wetter. Lichte die Krone jährlich maßvoll aus, statt im Winter radikal zu schneiden – so verheilen die Wunden zügig.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochJun–Sep

Pflaumenwickler

Grapholita funebrana

Der Pflaumenwickler ist das Pendant zum Apfelwickler an Steinobst: Der Falter legt ab Juni Eier an junge Früchte, die Raupe bohrt sich zum Stein durch und löst Gummifluss sowie vorzeitige, „falsche“ Reife mit Fruchtfall aus. Aufgeschnittene Früchte zeigen die rötliche Raupe und einen kotgefüllten Gang. Bei warmem Spätsommer folgt eine schädlichere zweite Generation im August.

Vorbeugen

Hänge ab Anfang Juni Pheromonfallen zur Flugkontrolle auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in denen sich die Raupen verpuppen — regelmäßig kontrollieren und entsorgen. Sammle befallenes Fallobst täglich auf, bürste lose Altborke ab und fördere Meisen und Ohrwürmer als natürliche Gegenspieler; bei starkem Druck hilft das Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung.

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