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Walnuss ‚Geisenheim 26’

Sortenpass

Walnuss ‚Geisenheim 26’

Juglans regia · Juglandaceae

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Eine bewährte deutsche Auslese aus Geisenheim, die mit ihrem mittleren Austrieb Spätfrösten oft entgeht und dadurch zuverlässig trägt. Sie bildet große, gut gefüllte Nüsse mit hellem Kern und ist als seitentragende Sorte schon in jungen Jahren ertragreich. Weil sie ihre Blüten zeitlich versetzt öffnet, setzt du am besten eine zweite Walnuss als Pollenspender daneben.

Der Kern schmeckt mild und vollmundig, ohne Bitternote, mit fein süßlichem Nachklang. Frisch geknackt ist sie besonders aromatisch.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Die Walnuss braucht einen tiefgründigen, nährstoffreichen Lehm- oder Tonboden mit gutem Humusgehalt und sicherer Durchlässigkeit – Staunässe verträgt sie nicht. Kalkhaltige, neutrale bis leicht basische Böden sind ideal; lockere beim Pflanzen tief auf, weil das Wurzelsystem tief reicht.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite im Frühjahr (März/April) reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach in die Baumscheibe ein. Auf gut versorgten Standorten reicht das alle zwei bis drei Jahre. Eine Mulchschicht auf der Baumscheibe hält Feuchtigkeit und gibt langsam Nährstoffe ab – das hilft besonders jungen Bäumen. Verzichte auf späte Stickstoffgaben, sonst reifen die Triebe vor dem Winter nicht aus.

Schnitt

MonateJul–Sep
SaisonSpätsommer
SchnittartKein Regelschnitt nötig

Schneide die Walnuss nur bei Bedarf, am besten im Juli bis September (KW 27–39) nach dem Triebabschluss — dann ist der Saftdruck gering und die Wundheilung am günstigsten. Entferne dabei vor allem Konkurrenz- und nach innen wachsende Triebe; einen Erziehungsschnitt wie beim Obstbaum braucht sie nicht.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochMai–Sep

Apfelwickler

Cydia pomonella

Der Apfelwickler ist die Ursache der klassischen wurmstichigen Äpfel: Der nachtaktive Falter legt ab Mai Eier an junge Früchte, die geschlüpfte Raupe bohrt sich zum Kerngehäuse durch und hinterlässt einen kotgefüllten Gang. Befallene Früchte reifen vorzeitig und fallen ab. Eine zweite Generation kann bei warmem Sommer im August nachlegen.

Vorbeugen

Hänge ab Anfang Mai Pheromonfallen zur Flugüberwachung auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in die die Raupen zum Verpuppen kriechen — im Herbst abnehmen und entsorgen. Sammle Fallobst sofort auf, fördere Meisen mit Nistkästen und setze bei starkem Befall den Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung ein.