Cichorium intybus var. foliosum
Chicorée
Volksnamen: Brüsseler Endivie, Bleichzichorie
Foto: No machine-readable author provided. Rasbak assumed (based on copyrigh… · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Chicorée ist eine Zichorie mit einem zweistufigen Anbau: Im Sommer ziehst du im Beet kräftige Wurzeln, die du im Winter im Dunkeln antreibst — dabei wachsen die zarten, hellgelben Triebspitzen, die wir essen. Diese geschlossenen Zapfen schmecken angenehm bitter und sind ein klassisches Wintergemüse.
Pflegehinweise
Säe ab Mai direkt ins Beet und lass die Pflanzen den Sommer über kräftige Wurzeln bilden. Grabe die Wurzeln im Spätherbst aus, kürze das Laub und treibe sie dann dunkel, kühl und feucht (zum Beispiel in einer Kiste mit Sand im Keller) an — nach drei bis vier Wochen erntest du die festen Sprossen. Halte sie beim Antreiben unbedingt im Dunkeln, sonst werden sie grün und bitter.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, sandig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Chicorée will einen tiefgründigen, steinfreien und gut durchlässigen sandigen Lehmboden – auf schweren, verdichteten oder staunassen Böden wachsen die Wurzeln keilförmig und verzweigt statt schön zylindrisch. Locker den Boden vor der Aussaat tief und entfern Steine; halt ihn frisch-feucht, aber nicht zu nährstoffreich, denn fette Böden treiben die Blätter statt der treibfähigen Wurzel.
Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.
Düngung
Schwachzehrer
Halt dich beim Chicorée bewusst zurück: Auf einem normal versorgten Gartenboden brauchst du gar nicht zu düngen – zu viel Stickstoff fördert nur die Blattmasse und verschlechtert die spätere Treibqualität der Wurzeln. Nur auf wirklich mageren Böden arbeitest du im Frühjahr etwas reifen Kompost flach ein. Auf eine stickstoffbetonte Nachdüngung während des Wurzelwachstums verzichtest du ganz.
Mischkultur
Gute Nachbarn
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