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Prunus persica var. nucipersica

Nektarine

Volksnamen: Glatter Pfirsich

Nektarine

Foto: Stickpen · CC0 · Quelle

Beschreibung

Die Nektarine ist eine glatthäutige Mutante des Pfirsichs mit festerem, aromatischem Fruchtfleisch und ohne den typischen Flaum. Sie ist meist selbstfruchtbar und braucht — wie der Pfirsich — viel Wärme und Sonne. Im Weinbauklima des DACH-Raums gedeiht sie an geschützten Standorten gut.

Pflegehinweise

Setze die Nektarine an einen vollsonnigen, warmen Platz vor eine geschützte Wand. Gieße bei Trockenheit, besonders zur Fruchtfüllung. Schneide jährlich kräftig nach der Ernte, da sie an einjährigem Holz trägt und sonst verkahlt. Beuge der Kräuselkrankheit vor, indem du den Baum bei Austrieb im Februar bis März vor Nässe schützt. Ernte die Früchte vollreif im August und September.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Pflanz die Nektarine auf einen lockeren, tiefgründigen, gut durchlässigen Boden ohne Staunässe – ideal sind leichte, sandige bis sandig-lehmige, humusreiche Böden, nicht schwere Lehm- oder Tonböden (dort drohen Gummifluss und schlechte Holzreife). Halte den Kalkgehalt niedrig: Auf zu kalkhaltigem, alkalischem Boden reagiert sie empfindlich mit Chlorose. Schwere Böden mischst du am besten mit Sand und reifem Kompost auf.

Düngung

Starkzehrer

Dünge im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb: Arbeite reifen Kompost und Hornspäne flach in die Baumscheibe ein – das deckt den Bedarf für Blüte und Triebaufbau. Im Frühsommer zur Fruchtphase kannst du eine kaliumbetonte organische Gabe (z.B. Gesteinsmehl, reifer Kompost) ergänzen, das festigt das Holz und verbessert die Winterhärte. Ab August keine stickstoffbetonte Düngung mehr, sonst reift das Holz nicht aus und der Baum wird frostempfindlich. Im Herbst eine Kompost-Mulchschicht auflegen statt einarbeiten.

Schnitt

MonateMär–Apr
SaisonFrühjahr
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide deine Nektarine kurz vor oder während der Blüte (März–April, KW 12–16) – dann erkennst du die Triebarten am besten und die Wunden verheilen zügig. Kürze die einjährigen Fruchttriebe jährlich ein, da nur sie Früchte tragen; einen stärkeren Verjüngungsschnitt legst du nach der Ernte.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

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KrankheithochMär–Mai

Kräuselkrankheit

Taphrina deformans

Die Kräuselkrankheit befällt Pfirsich und Nektarine schon beim Austrieb. Die jungen Blätter werden blasig verdickt, kräuseln sich und färben sich gelb-rot bis purpurn. Bei starkem Befall wirft der Baum die Blätter ab, treibt geschwächt neu aus und verliert deutlich an Ertrag. Die Infektion findet ausschließlich in der kühl-nassen Austriebsphase statt.

Vorbeugen

Schütze den Baum mit einem Regendach oder einer Folienabdeckung über die Austriebsphase, damit die Knospen trocken bleiben. Behandle vorbeugend ab Knospenschwellen mit einem zugelassenen Kupfer- oder Schwefelpräparat, denn nach dem Austrieb wirkt nichts mehr. Wenig anfällige Sorten wie der Pfirsich ‚Benedicte’ oder ‚Revita’ sind für den Hausgarten die beste Wahl.

KrankheithochMär–Mai

Monilia-Spitzendürre

Monilia laxa

Die Monilia-Spitzendürre infiziert Steinobst über die offene Blüte und wandert von dort in den Trieb. Befallene Blüten und Triebspitzen welken schlagartig und vertrocknen braun, als hätte sie Frost erwischt — daher die Verwechslung. Besonders Sauerkirschen wie die ‚Schattenmorelle’ sind anfällig, wenn es zur Blüte nasskalt ist.

Vorbeugen

Schneide befallene Triebe rasch bis etwa 15 cm ins gesunde Holz zurück und entsorge sie über den Restmüll. Wähle weniger anfällige Sorten und sorge durch Auslichtungsschnitt für eine luftige, schnell abtrocknende Krone. Bei Dauerregen zur Blüte hilft eine vorbeugende Behandlung mit Tonerde- oder Schachtelhalmpräparaten.

Sorten

5 Sorten

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