Raphanus sativus var. oleiformis
Ölrettich
Volksnamen: Futter-Ölrettich
Foto: Rasbak · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Der Ölrettich ist die Gründüngung für verdichtete Böden: Seine kräftigen Pfahlwurzeln dringen tief ein, lockern den Unterboden und holen Nährstoffe aus der Tiefe nach oben. Nematodenresistente Sorten unterdrücken zusätzlich Rübenzystenälchen. Wie alle Kreuzblütler darf er nicht in Kohl-Fruchtfolgen.
Pflegehinweise
Säe Ölrettich von Juli bis September nach der Hauptkultur in Reihen oder breitwürfig und harke ihn flach ein; er keimt schnell und wächst zügig. Gieße nur in langen Trockenphasen an. Lass ihn bis zum Frost stehen — er friert ab etwa minus 8 Grad sicher ab und hinterlässt eine lockere, gut durchwurzelte Krume, die du im Frühjahr nur noch flach einarbeiten musst.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Ölrettich ist bodentolerant, dankt dir aber tiefgründige, lockere und humusreiche Erde — seine kräftige Pfahlwurzel braucht freien Weg nach unten. Schwere Tonböden vorab tief lockern oder mit reifem Kompost verbessern, und Staunässe meiden.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Mittelzehrer
Auf gut versorgten Böden brauchst du meist gar nicht zu düngen — Ölrettich holt sich den vorhandenen Bodenstickstoff selbst und speichert ihn. Auf ausgemagerten Flächen arbeitest du vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein. Geh sparsam mit Stickstoff um: zu viel davon treibt das Blattwerk auf Kosten der bodenlockernden Wurzel.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Erdfloh
Phyllotreta
Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.
Vorbeugen
Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.
Erfahrungen aus echten Gärten
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