Sortenpass
Brombeere ‚Navaho’
Rubus fruticosus · Rosaceae
Geschützte Sorte (Sortenschutz)
- Reifezeit
- mittelspät
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Navaho ist eine dornenlose Tafelbrombeere mit aufrechtem, kompaktem Wuchs, der sich gut auch in kleineren Gärten bändigen lässt. Die Triebe stehen straff und brauchen weniger Spaliergerüst als rankende Sorten. Ab Hochsommer trägt sie über mehrere Wochen feste, glänzende Früchte mit ausgesprochen hohem Zuckergehalt. Als Selbstbefruchterin liefert schon ein einzelner Strauch eine reiche, gut transportfähige Ernte.
Auffällig süß und vollaromatisch mit nur dezenter Säure, eine der wohlschmeckendsten Tafelbrombeeren. Fest im Biss, daher gut zum Naschen und für saubere Beeren auf dem Kuchen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, kalkmeidend
Brombeeren mögen einen leicht sauren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — am liebsten mittelschweren, sandigen Lehm. Staunässe vermeidest du unbedingt; auf schweren, nassen Böden hilft eine Damm- oder Hügelpflanzung. Kalk meiden: über pH 7 droht Eisenmangel-Chlorose mit gelben Blättern.
Düngung
Starkzehrer
Im zeitigen Frühjahr (März/April) vor dem Austrieb arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in die Wurzelzone ein — das deckt den hohen Bedarf für den kräftigen Neuaustrieb. Zur Blüte und zum Fruchtansatz (Juni/Juli) gibst du eine zweite leichte Gabe reifen Kompost oder legst eine Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt auf. Ab August nicht mehr düngen, damit die Triebe ausreifen und frosthart werden.
Schnitt
Schneide abgetragene Ruten direkt nach der Ernte (August–September) bodennah heraus und binde 4–6 kräftige Jungruten ans Spalier — die Brombeere trägt nur am zweijährigen Holz. Im zeitigen Frühjahr (KW 10–13) die Seitentriebe der angebundenen Ruten auf wenige Augen einkürzen.
