Sortenpass
Brombeere ‚Theodor Reimers’
Rubus fruticosus · Rosaceae
- Reifezeit
- mittelspät
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Theodor Reimers ist eine alte, bewährte Brombeere, die seit über hundert Jahren in deutschen Gärten steht. Sie wächst stark und stachelig, rankt weit und braucht ein solides Spalier sowie konsequenten Rückschnitt. Dafür ist sie ausgesprochen winterhart, anspruchslos und reich tragend bis in raue Lagen. Die Früchte reifen im Spätsommer und sind als Selbstbefruchterin nicht auf einen Partner angewiesen.
Kräftig würzig-brombeerig mit lebendiger Säure, ein klassisches, ehrliches Aroma. Hervorragend für Saft, Gelee und Kuchen, wo sich ihr volles Aroma am besten entfaltet.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, kalkmeidend
Brombeeren mögen einen leicht sauren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — am liebsten mittelschweren, sandigen Lehm. Staunässe vermeidest du unbedingt; auf schweren, nassen Böden hilft eine Damm- oder Hügelpflanzung. Kalk meiden: über pH 7 droht Eisenmangel-Chlorose mit gelben Blättern.
Düngung
Starkzehrer
Im zeitigen Frühjahr (März/April) vor dem Austrieb arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in die Wurzelzone ein — das deckt den hohen Bedarf für den kräftigen Neuaustrieb. Zur Blüte und zum Fruchtansatz (Juni/Juli) gibst du eine zweite leichte Gabe reifen Kompost oder legst eine Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt auf. Ab August nicht mehr düngen, damit die Triebe ausreifen und frosthart werden.
Schnitt
Schneide abgetragene Ruten direkt nach der Ernte (August–September) bodennah heraus und binde 4–6 kräftige Jungruten ans Spalier — die Brombeere trägt nur am zweijährigen Holz. Im zeitigen Frühjahr (KW 10–13) die Seitentriebe der angebundenen Ruten auf wenige Augen einkürzen.
