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Himbeere ‚Glen Ample’

Sortenpass

Himbeere ‚Glen Ample’

Rubus idaeus · Rosaceae

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Eine ertragsstarke Sommerhimbeere, die wegen ihrer dornenlosen Ruten besonders angenehm zu ernten ist. Die großen, festen Früchte reifen ab Anfang Juli und hängen gut sichtbar an den kräftigen Trieben. Als Sommerhimbeere trägt sie am vorjährigen Holz; nach der Ernte schneidest du die abgetragenen Ruten bodennah heraus. Die Blattlaus-Resistenz hilft, der Übertragung von Virosen vorzubeugen. Ein verlässlicher, pflegeleichter Standard für den Hausgarten.

Saftige, mild-süße Früchte mit harmonischem Aroma, weniger intensiv als *'Tulameen'*, dafür sehr ertragreich.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, feucht, kalkmeidend

LichtHalbschatten
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Dein Boden sollte tiefgründig, locker und humusreich sein und gleichmäßig feucht bleiben — Himbeeren wurzeln flach und vertragen weder Staunässe noch Austrocknung. Meide kalkreiche Böden: über etwa pH 7 nimmt die Pflanze Eisen und Mangan kaum noch auf und es droht Chlorose; ein leicht saurer Boden (pH 5,5–6,5) ist ideal. Mulche die Reihen mit Rindenmulch oder Rasenschnitt, das hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite im Frühjahr vor dem Austrieb (März/April) reifen Kompost flach um die Ruten ein und streue ergänzend Hornspäne oberflächlich auf — so wird der Stickstoff langsam über die Saison frei. Nach der Ernte (September/Oktober) gibst du eine zweite organische Gabe Kompost, damit die Ruten Kraft für das nächste Jahr aufbauen. Dünge im Spätsommer nicht mehr stark stickstoffbetont, sonst reifen die Ruten schlecht aus und frieren im Winter zurück.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

MangelmittelApr–Aug

Eisenmangel-Chlorose

Eisen-Mangel

Bei der Eisenchlorose vergilben die jüngsten Blätter, während die Blattadern grün bleiben — ein deutliches Netzmuster. Meist fehlt nicht das Eisen im Boden, sondern es ist bei zu hohem pH-Wert für die Pflanze nicht verfügbar. Heidelbeeren und Himbeeren als säureliebende Pflanzen reagieren besonders empfindlich, etwa wenn der Boden zu kalkhaltig ist oder mit hartem Wasser gegossen wird.

Vorbeugen

Senke den pH-Wert im Wurzelbereich mit Rhododendron-/Moorbeeterde, Nadelkompost oder Schwefel — Heidelbeeren wollen pH 4,0 bis 5,0. Gieße bevorzugt mit Regenwasser statt mit hartem Leitungswasser. Bei akutem Mangel hilft ein eisenhaltiger Dünger oder Chelat-Eisen, langfristig zählt aber der saure, humose Standort.