Sortenpass
Himbeere ‚Tulameen’
Rubus idaeus · Rosaceae
- Reifezeit
- mittelspät
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Für viele die geschmacklich beste Sommerhimbeere überhaupt und damit ein lohnender Start für deine Reihe. Die großen, glänzenden Früchte reifen ab Anfang Juli über mehrere Wochen und lassen sich dank ihrer Festigkeit gut ernten und transportieren. Als Sommerhimbeere trägt sie am zweijährigen Holz, du schneidest abgetragene Ruten also nach der Ernte heraus. Auf staunassen Böden ist sie anfällig für Wurzelfäule, gib ihr einen durchlässigen, sonnigen Standort.
Große, feste Früchte mit ausgewogener Süße, wenig Säure und einem vollen, klassischen Himbeerduft.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, feucht, kalkmeidend
Dein Boden sollte tiefgründig, locker und humusreich sein und gleichmäßig feucht bleiben — Himbeeren wurzeln flach und vertragen weder Staunässe noch Austrocknung. Meide kalkreiche Böden: über etwa pH 7 nimmt die Pflanze Eisen und Mangan kaum noch auf und es droht Chlorose; ein leicht saurer Boden (pH 5,5–6,5) ist ideal. Mulche die Reihen mit Rindenmulch oder Rasenschnitt, das hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut.
Düngung
Starkzehrer
Arbeite im Frühjahr vor dem Austrieb (März/April) reifen Kompost flach um die Ruten ein und streue ergänzend Hornspäne oberflächlich auf — so wird der Stickstoff langsam über die Saison frei. Nach der Ernte (September/Oktober) gibst du eine zweite organische Gabe Kompost, damit die Ruten Kraft für das nächste Jahr aufbauen. Dünge im Spätsommer nicht mehr stark stickstoffbetont, sonst reifen die Ruten schlecht aus und frieren im Winter zurück.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Eisenmangel-Chlorose
Eisen-Mangel
Bei der Eisenchlorose vergilben die jüngsten Blätter, während die Blattadern grün bleiben — ein deutliches Netzmuster. Meist fehlt nicht das Eisen im Boden, sondern es ist bei zu hohem pH-Wert für die Pflanze nicht verfügbar. Heidelbeeren und Himbeeren als säureliebende Pflanzen reagieren besonders empfindlich, etwa wenn der Boden zu kalkhaltig ist oder mit hartem Wasser gegossen wird.
Vorbeugen
Senke den pH-Wert im Wurzelbereich mit Rhododendron-/Moorbeeterde, Nadelkompost oder Schwefel — Heidelbeeren wollen pH 4,0 bis 5,0. Gieße bevorzugt mit Regenwasser statt mit hartem Leitungswasser. Bei akutem Mangel hilft ein eisenhaltiger Dünger oder Chelat-Eisen, langfristig zählt aber der saure, humose Standort.
