Sortenpass
Rote Johannisbeere ‚Junifer’
Ribes rubrum · Grossulariaceae
- Reifezeit
- mittelfrüh
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine französische Sorte, die durch frühe, regelmäßige und sehr hohe Erträge überzeugt. Sie ist selbstfruchtbar und blüht relativ spät, was die Blüten besser vor Spätfrösten schützt. Die mittellangen Trauben sind dicht mit gleichmäßig großen, glänzend roten Beeren besetzt. Der kräftige, aufrechte Strauch ist pflegeleicht und auch für Anfänger gut geeignet.
Angenehm ausgewogen zwischen Süße und Säure, saftig und aromatisch. Eine unkomplizierte Naschsorte mit hohem Ertrag.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Pflanz die Rote Johannisbeere in mittelschweren, humusreichen Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber keine Staunässe bildet — auf schweren Tonböden sorgst du für Abzug. Als Flachwurzler reagiert sie empfindlich auf Verdichtung: lockere die Erde nur oberflächlich und halte sie mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt feucht.
Düngung
Mittelzehrer
Düngst du organisch und früh, weil der Austrieb zeitig einsetzt: Bring im Spätherbst reifen Kompost rund um den Strauch flach ein, damit er über den Winter verfügbar wird. Im zeitigen Frühjahr folgt die Hauptgabe aus Kompost oder gut verrottetem Stallmist, ergänzt um Hornspäne für den frühen Stickstoffbedarf. Eine dünne Mulchschicht zwischen den Gaben hält die Feuchte und liefert laufend Nährstoffe nach. Halte den Stickstoff maßvoll — zu viel fördert Blattmasse statt Früchte.
Schnitt
Rote Johannisbeere trägt an zwei- bis dreijährigem Holz und kurzen Fruchtspießen — entferne im Spätwinter (Februar bis Anfang März, am laublosen Strauch gut überschaubar) jährlich 3–4 der ältesten Gerüstäste über 4–5 Jahre bodennah und lass junge Triebe nachwachsen. Genauso gut geht der Auslichtungsschnitt direkt nach der Ernte im Sommer.
Mischkultur
Gute Nachbarn
