Sortenpass
Rote Johannisbeere ‚Rote Vierländer’
Ribes rubrum · Grossulariaceae
- Reifezeit
- mittel
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine alte norddeutsche Landsorte aus den Vierlanden, dem traditionellen Obst- und Gemüsegebiet südöstlich von Hamburg. Sie ist selbstfruchtbar und trägt zuverlässig kräftig rote, säuerliche Beeren an mittellangen Trauben. Der robuste Strauch wächst stark und ist auch für raue Lagen gut geeignet. Ein Stück Gartenkultur, das vor allem für Saft und Gelee geschätzt wird.
Kräftig sauer und würzig, ein echter Klassiker für Saft und Gelee. Pur ist sie etwas herb, gekocht und gesüßt entfaltet sie ihr volles Aroma.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Pflanz die Rote Johannisbeere in mittelschweren, humusreichen Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber keine Staunässe bildet — auf schweren Tonböden sorgst du für Abzug. Als Flachwurzler reagiert sie empfindlich auf Verdichtung: lockere die Erde nur oberflächlich und halte sie mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt feucht.
Düngung
Mittelzehrer
Düngst du organisch und früh, weil der Austrieb zeitig einsetzt: Bring im Spätherbst reifen Kompost rund um den Strauch flach ein, damit er über den Winter verfügbar wird. Im zeitigen Frühjahr folgt die Hauptgabe aus Kompost oder gut verrottetem Stallmist, ergänzt um Hornspäne für den frühen Stickstoffbedarf. Eine dünne Mulchschicht zwischen den Gaben hält die Feuchte und liefert laufend Nährstoffe nach. Halte den Stickstoff maßvoll — zu viel fördert Blattmasse statt Früchte.
Schnitt
Rote Johannisbeere trägt an zwei- bis dreijährigem Holz und kurzen Fruchtspießen — entferne im Spätwinter (Februar bis Anfang März, am laublosen Strauch gut überschaubar) jährlich 3–4 der ältesten Gerüstäste über 4–5 Jahre bodennah und lass junge Triebe nachwachsen. Genauso gut geht der Auslichtungsschnitt direkt nach der Ernte im Sommer.
Mischkultur
Gute Nachbarn
