Sortenpass
Stachelbeere ‚Rokula’
Ribes uva-crispa · Grossulariaceae
- Reifezeit
- früh
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Eine frühe deutsche Züchtung, die gleich gegen zwei Plagen gut gewappnet ist: Amerikanischen Stachelbeermehltau und Blattfallkrankheit. Die mittelgroßen, dunkelroten Beeren reifen schon Ende Juni und gehören damit zu den frühesten am Strauch. Der Wuchs ist mittelstark und aufrecht, was die Ernte angenehm macht. Als selbstfruchtbare Sorte trägt sie zuverlässig auch ohne Befruchterpartner.
Ausgewogen süß-säuerlich mit kräftigem Stachelbeer-Aroma. Schon halbreif gut zum Einkochen, vollreif ein angenehmer Naschspaß.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, feucht, nährstoffreich
Gib der Stachelbeere einen humus- und naehrstoffreichen, gleichmaessig feuchten Lehmboden mit guter Durchlaessigkeit und vermeide unbedingt Staunaesse. Leichten Kalkgehalt vertraegt sie gut; sandige Boeden verbesserst du mit reifem Kompost, schwere Tonboeden lockerst du mit Sand und Kompost auf.
Düngung
Starkzehrer
Dünge im zeitigen Fruehjahr, sobald der Boden frostfrei ist: arbeite reifen Kompost flach in den Wurzelbereich ein (Flachwurzler, nicht zu tief harken) und ergaenze bei Bedarf Hornspaene fuer den Triebaustrieb. Eine zweite kleine Gabe nach der Bluete unterstuetzt den Fruchtansatz; alternativ legst du Kompost schon im Spaetherbst mulchartig auf. Ab Hochsommer keine stickstoffbetonte Duengung mehr, damit die Triebe rechtzeitig ausreifen.
Schnitt
Lichte die *Stachelbeere* aus, indem du die ältesten Gerüstäste (über 4 Jahre, dunkles Holz) bodennah entfernst und 3–4 kräftige Neutriebe stehen lässt — sie trägt am einjährigen Holz auf mehrjährigem Gerüst. Am einfachsten gleich nach der Ernte (Juli/August), alternativ im Spätwinter (Februar–März · KW 7–12) vor dem Austrieb.
Mischkultur
Gute Nachbarn
