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Tomate ‚Sungold’

Sortenpass

Tomate ‚Sungold’

Solanum lycopersicum · Solanaceae

Reifezeit
früh
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Eine orangegelbe Cherrytomate (F1-Hybride), die für ihren außergewöhnlich süßen, fast tropischen Geschmack berühmt ist — für viele die aromatischste Nasch-Tomate überhaupt. Sie wächst stark und bildet lange Rispen, trägt früh und unermüdlich bis in den Herbst. Die dünnschaligen Früchte können bei Nässe platzen, darum lohnt ein geschützter Platz. Als Hybride ist sie nicht samenfest. Wenn dir Geschmack wichtiger ist als Lagerfähigkeit, ist das deine Sorte.

Honigsüß mit einer hellen, fruchtig-zitrusartigen Note — schmeckt eher nach Obst als nach klassischer Tomate.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–6.88.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeNachtschattengewächse
WasserbedarfHoch

Tomaten wollen einen tiefgruendigen, lockeren, humusreichen Lehmboden, der gut durchlaessig ist und sich im Fruehjahr schnell erwaermt. Staunaesse vertraegst du schlecht, sorge fuer gute Drainage und einen pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8, sonst leidet die Calcium-Aufnahme (Bluetenendfaeule).

Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel, Paprika) starkzehrend und krankheitsanfällig — mindestens 4 Jahre Pause am selben Beet beugt Bodenmüdigkeit und Braunfäule vor.

Düngung

Starkzehrer

Vor dem Auspflanzen im Fruehjahr arbeitest du reifen Kompost flach in die Beeterde ein und harkst Hornspaene als Langzeit-Stickstoffquelle locker unter. Frischen Mist oder rohen Frischkompost vermeidest du direkt vor dem Pflanzen. Ab etwa zwei Wochen nach dem Einpflanzen versorgst du die Pflanze regelmaessig fluessig, etwa mit verduennter Brennnesseljauche oder Komposttee. Ab Bluete und Fruchtansatz im Sommer duengst du haeufiger und kaliumbetont, damit die Fruechte gut ausreifen. Nach der Haupternte im Herbst stellst du das Duengen ein.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

6 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

MangelmittelJun–Aug

Blütenendfäule

Calcium-Mangel

Die Blütenendfäule ist keine Krankheit durch einen Erreger, sondern eine Mangelerscheinung: Den wachsenden Früchten fehlt Calcium an der Fruchtspitze. Dort entsteht ein wässriger Fleck, der einsinkt und lederartig braun-schwarz wird. Häufig liegt nicht zu wenig Kalk im Boden vor, sondern die Pflanze kann das Calcium bei Trockenstress oder Überdüngung nicht zur Frucht transportieren.

Vorbeugen

Wässere gleichmäßig und vermeide Wechsel zwischen Staunässe und Austrocknung — eine Mulchschicht hält die Bodenfeuchte stabil. Dünge maßvoll und nicht zu stickstoff- oder kalibetont, da das die Calcium-Aufnahme blockiert. Entferne befallene Früchte; nachfolgende Früchte bei stabilerer Versorgung bleiben meist gesund.

KrankheitmittelMai–Sep

Grauschimmel

Botrytis cinerea

Grauschimmel ist ein Schwächeparasit, der überall dort zuschlägt, wo es feucht und eng ist. Auf reifen Erdbeeren, Tomaten oder Salatköpfen bildet sich ein typischer grau-pelziger Rasen, die Früchte faulen weich. Auch Jungpflanzen können daran umkippen.

Vorbeugen

Sorge für Luft: weite Abstände, ausgelichtete Bestände und trockene Blätter. Ernte reife Früchte zügig, entferne faulende sofort und vermeide Verletzungen. Im Gewächshaus hilft regelmäßiges Lüften gegen die Staunässe.

KrankheithochJun–Sep

Kraut- und Braunfäule

Phytophthora infestans

Die Kraut- und Braunfäule ist die gefürchtetste Krankheit an Tomate und Kartoffel. Bei feuchtwarmem Wetter breitet sich der Pilz rasant aus: erst braun-graue Flecken auf den Blättern, dann ein weißer Pelz auf der Unterseite, schließlich faulen Stängel und Früchte. Befallene Pflanzen sind oft innerhalb weniger Tage verloren.

Vorbeugen

Halte die Blätter trocken — gieße nur an die Wurzel und stelle Tomaten unters Dach. Sorge für luftige Abstände, mulche den Boden und entferne befallene Teile sofort. Baue Kartoffeln und Tomaten nicht nebeneinander an und halte eine vierjährige Fruchtfolge ein.

MangelgeringJun–Sep

Magnesiummangel

Magnesium-Mangel

Bei Magnesiummangel hellt sich das Blattgewebe zwischen den Adern auf, während die Adern grün bleiben. Anders als beim Eisenmangel beginnt das an den älteren, unteren Blättern, weil die Pflanze das bewegliche Magnesium aus alten Blättern in den Neuaustrieb umlagert. Tomaten auf leichten Böden und Apfelbäume mit reichem Fruchtbehang zeigen das besonders im Hochsommer.

Vorbeugen

Versorge die Pflanzen mit magnesiumhaltigem Dünger oder arbeite kohlensauren Magnesiumkalk in den Boden ein — das hebt langfristig den Vorrat. Bei akutem Mangel hilft eine Blattdüngung mit Bittersalz (Magnesiumsulfat) als Spritzung. Dünge nicht einseitig kaliumbetont, da zu viel Kalium die Magnesium-Aufnahme blockiert.

SchädlingmittelMai–Sep

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae

Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und vertrocknen. Bei starkem Befall überziehen feine Gespinste die Triebspitzen. Die nur 0,5 mm kleinen Tiere vermehren sich bei Hitze rasend schnell, sodass aus wenigen Milben in zwei Wochen eine Plage werden kann.

Vorbeugen

Halte die Luftfeuchte hoch — regelmäßiges Übersprühen und gutes Gießen stört die hitzeliebenden Milben spürbar — und lüfte das Gewächshaus gegen Hitzestau. Kontrolliere gefährdete Pflanzen früh mit der Lupe und setze bei Befall Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als biologische Gegenspieler ein; befallene einzelne Blätter ausbrechen und entsorgen bremst die Ausbreitung.

SchädlingmittelMai–Sep

Weiße Fliege

Trialeurodes vaporariorum

Die Weiße Fliege ist ein wärmeliebender Sauger, der vor allem im Gewächshaus und an Kübelpflanzen auftritt: An der Blattunterseite sitzen Larven und Puppen, beim Anstoßen stieben die weißen Adulten in einer Wolke auf. Ihr klebriger Honigtau überzieht Blätter und Früchte und wird von schwarzem Rußtaupilz besiedelt; stark befallene Pflanzen vergilben und kümmern. Sie kann zudem Viren übertragen.

Vorbeugen

Kontrolliere zugekaufte Jungpflanzen vor dem Einsetzen und hänge gelbe Leimtafeln über den Bestand, um Flugbeginn und Stärke zu überwachen und die Adulten abzufangen. Lüfte gut gegen Hitzestau und setze bei Befall die Schlupfwespe Encarsia formosa als biologischen Gegenspieler ein; ein kräftiger Wasserstrahl an die Blattunterseite spült Larven und Eier zusätzlich ab.