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Lactuca sativa

Kopfsalat

Volksnamen: Gartensalat, Pflücksalat

Kopfsalat

Beschreibung

Salat ist das schnelle Erfolgserlebnis im Beet: Vom Kopfsalat über knackigen Eisberg bis zum Pflücksalat *'Eichblatt'* erntest du in wenigen Wochen frisches Grün. Als Lückenfüller passt er zwischen fast jede langsamere Kultur.

Pflegehinweise

Setze die Jungpflanzen flach, damit das Herz nicht fault, und halte den Boden gleichmäßig feucht — Trockenheit lässt Salat schießen und bitter werden. Säe alle zwei bis drei Wochen eine kleine Portion nach, dann hast du den ganzen Sommer Nachschub.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, feucht, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKorbblütler
WasserbedarfHoch

Kopfsalat will lockere, humusreiche Erde, die gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe bekommt. Sandige Böden mit reifem Kompost aufwerten, schwere Tonböden eignen sich kaum. Lockere den Boden vor dem Pflanzen flach — der Salat wurzelt flach und mag keine Verdichtung.

Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite im Frühjahr vor dem ersten Satz und vor dem Herbstanbau gut verrotteten Kompost flach ein. Auf nährstoffärmeren Böden hilft zusätzlich etwas Hornmehl oberflächlich eingeharkt. Verzichte auf frischen Mist — er fördert Fäulnis. Halte dich mit Stickstoff bewusst zurück, sonst werden die Köpfe weich und wässrig.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

5 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Blattläuse

Aphidoidea

Blattläuse sind die häufigsten Saugschädlinge im Garten. Sie sitzen in dichten Kolonien an weichen Triebspitzen, saugen Pflanzensaft und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich schwarzer Rußtau ansiedelt. Stark befallene Triebe verkrüppeln, außerdem übertragen Läuse Viren.

Vorbeugen

Fördere Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen mit blühenden Randstreifen — sie halten Läuse meist in Schach. Spritze kleine Herde einfach mit Wasser ab oder zerdrücke sie. Verzichte auf Überdüngung mit Stickstoff, denn weiches Wuchsgewebe lockt Läuse besonders an.

KrankheithochJun–Sep

Falscher Mehltau

Peronosporaceae

Der Falsche Mehltau ist kein echter Pilz, sondern ein Eipilz, der von der Blattunterseite kommt — anders als der Echte Mehltau. Auf der Oberseite zeigen sich gelb-eckige Flecken, unten ein grau-violetter Belag. Bei Gurke, Zwiebel und Salat kann er ganze Bestände innerhalb weniger Tage zusammenbrechen lassen, sobald es feucht-warm ist.

Vorbeugen

Gieße morgens und nur an die Wurzel, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen. Halte großzügige Pflanzabstände für eine gute Durchlüftung und wähle widerstandsfähige Sorten wie die Gurke ‚Saladin’. Entferne befallene Blätter sofort und gib sie nicht auf den Kompost.

KrankheitmittelMai–Sep

Grauschimmel

Botrytis cinerea

Grauschimmel ist ein Schwächeparasit, der überall dort zuschlägt, wo es feucht und eng ist. Auf reifen Erdbeeren, Tomaten oder Salatköpfen bildet sich ein typischer grau-pelziger Rasen, die Früchte faulen weich. Auch Jungpflanzen können daran umkippen.

Vorbeugen

Sorge für Luft: weite Abstände, ausgelichtete Bestände und trockene Blätter. Ernte reife Früchte zügig, entferne faulende sofort und vermeide Verletzungen. Im Gewächshaus hilft regelmäßiges Lüften gegen die Staunässe.

SchädlinghochApr–Okt

Spanische Wegschnecke

Arion vulgaris

Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet. Sie frisst nachts und bei feuchtem Wetter unregelmäßige Löcher in Blätter und räumt junge Salate oder Keimlinge oft komplett ab. Verräterisch sind die silbrig glänzenden Schleimspuren am nächsten Morgen. Besonders weiche, frisch gepflanzte Sätze sind gefährdet.

Vorbeugen

Sammle die Tiere früh morgens oder nach Regen ab und lege Bretter als Tagesverstecke aus, unter denen du sie gezielt einsammelst. Ein 3–5 cm hoher Schneckenzaun um gefährdete Beete hält sie zuverlässig fern, ebenso ein trockener Streifen aus Schafwolle oder Sägemehl. Fördere Igel, Laufkäfer und Kröten mit Totholz und Laubhaufen — und gieße morgens statt abends, damit die Beete nachts abtrocknen.

KrankheithochMai–Okt

Weißstängeligkeit (Sclerotinia-Fäule)

Sclerotinia sclerotiorum

Die Weißstängeligkeit, auch Sclerotinia-Fäule, ist eine breit wirtende Pilzkrankheit, die Salat, Bohnen und viele weitere Kulturen befällt. An der Stängelbasis entsteht eine wässrige, weiche Fäule mit watteartigem weißem Pilzbelag; darin bilden sich schwarze, harte Dauerkörper (Sklerotien), die jahrelang im Boden überleben. Befallene Pflanzen welken plötzlich und fallen um.

Vorbeugen

Pflanze weit und luftig, damit die Bestände nach Regen rasch abtrocknen, und gieße morgens an die Wurzel statt über das Laub. Entferne kranke Pflanzen samt anhaftender Erde sofort und entsorge sie über den Hausmüll — die Sklerotien überdauern im Kompost. Halte eine mehrjährige Anbaupause und meide enge Fruchtfolgen mit anderen anfälligen Kulturen wie Bohne, Möhre oder Sellerie.

Sorten

10 Sorten

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