
Sortenpass
Weiße Johannisbeere ‚Primus’
Ribes rubrum 'Weiße' · Grossulariaceae
- Reifezeit
- mittel
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Eine gesunde, zuverlässige weiße Johannisbeere aus tschechischer Züchtung, die für ihren milden Geschmack und ihre Robustheit geschätzt wird. Sie ist selbstfruchtbar und trägt auch als Einzelstrauch gut. Die gelblich-weißen Beeren sitzen an mittellangen Trauben und reifen über einen längeren Zeitraum, sodass du gestaffelt ernten kannst. Der Strauch wächst kompakt mittelstark und bleibt erfreulich widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten.
Auffallend mild und süß mit nur dezenter Säure, dadurch ausgesprochen kinderfreundlich. Frisch ein feiner Naschstrauch, ergibt aber auch ein helles, klares Gelee.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Du brauchst einen mittelschweren, humosen Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber keine Staunässe bildet — sandige Lehmböden mit guter Durchlüftung sind ideal. Als Flachwurzler profitiert die Weiße Johannisbeere von reichlich Humus in den oberen 20–30 cm; vor dem Pflanzen den Boden lockern, Kompost einarbeiten und anschließend mulchen.
Düngung
Starkzehrer
Im Spätherbst legst du eine Lage gut verrotteten Kompost rund um den Strauch auf und harkst sie leicht ein, damit das organische Material über Winter einzieht. Im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb arbeitest du flach eine weitere Kompostgabe mit Hornspänen ein, um den hohen Stickstoff- und Kaliumbedarf für Triebwachstum und Fruchtansatz zu decken. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält zusätzlich Feuchtigkeit und liefert kontinuierlich Nährstoffe; ergänzend kannst du im Frühjahr Beinwell- oder Brennnesseljauche gießen. Arbeite Dünger immer nur flach ein, um die empfindlichen flachen Wurzeln zu schonen.
Schnitt
Die Weiße Johannisbeere (Ribes rubrum) trägt an zwei- bis dreijährigem Holz (Spornen) — lichte sie aus, indem du jährlich die 3–4 ältesten Gerüsttriebe (über 4–5 Jahre, dunkles Holz) bodennah entfernst und 3–4 kräftige Jungtriebe stehen lässt. Bester Zeitpunkt ist direkt nach der Ernte (Juli/August · KW 28–32); ein Auslichten im laubfreien Spätwinter (Februar/März) ist als Alternative ebenfalls möglich.
Mischkultur
Gute Nachbarn
