
Sortenpass
Weiße Johannisbeere ‚Weiße Versailler’
Ribes rubrum 'Weiße' · Grossulariaceae
- Reifezeit
- mittel
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Die klassische weiße Johannisbeere schlechthin und seit über 150 Jahren in Hausgärten zu Hause. Sie ist selbstfruchtbar, du brauchst also keine zweite Sorte zum Bestäuben. Die langen Trauben tragen gelblich-weiße, fast durchscheinende Beeren mit deutlich milderem Aroma als rote Sorten. Der Strauch wächst mittelstark und bringt zuverlässig gute Erträge, sollte aber regelmäßig ausgelichtet werden.
Mild und harmonisch, viel weniger sauer als rote Johannisbeeren. Frisch ein Genuss für die ganze Familie, auch Kinder mögen sie gern direkt vom Strauch.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich
Du brauchst einen mittelschweren, humosen Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber keine Staunässe bildet — sandige Lehmböden mit guter Durchlüftung sind ideal. Als Flachwurzler profitiert die Weiße Johannisbeere von reichlich Humus in den oberen 20–30 cm; vor dem Pflanzen den Boden lockern, Kompost einarbeiten und anschließend mulchen.
Düngung
Starkzehrer
Im Spätherbst legst du eine Lage gut verrotteten Kompost rund um den Strauch auf und harkst sie leicht ein, damit das organische Material über Winter einzieht. Im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb arbeitest du flach eine weitere Kompostgabe mit Hornspänen ein, um den hohen Stickstoff- und Kaliumbedarf für Triebwachstum und Fruchtansatz zu decken. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh hält zusätzlich Feuchtigkeit und liefert kontinuierlich Nährstoffe; ergänzend kannst du im Frühjahr Beinwell- oder Brennnesseljauche gießen. Arbeite Dünger immer nur flach ein, um die empfindlichen flachen Wurzeln zu schonen.
Schnitt
Die Weiße Johannisbeere (Ribes rubrum) trägt an zwei- bis dreijährigem Holz (Spornen) — lichte sie aus, indem du jährlich die 3–4 ältesten Gerüsttriebe (über 4–5 Jahre, dunkles Holz) bodennah entfernst und 3–4 kräftige Jungtriebe stehen lässt. Bester Zeitpunkt ist direkt nach der Ernte (Juli/August · KW 28–32); ein Auslichten im laubfreien Spätwinter (Februar/März) ist als Alternative ebenfalls möglich.
Mischkultur
Gute Nachbarn
