Sortenpass
Zwetschge ‚Elena’
Prunus domestica subsp. domestica · Rosaceae
- Reifezeit
- spät
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Eine sehr späte Zwetschge aus Hohenheim, die erst ab Mitte September reift — die ideale Sorte, um die Saison zu verlängern. Selbstfruchtbar, mit festen Früchten, die sich am Baum halten und ungewöhnlich gut lagern und transportieren lassen. Gegen Monilia ist sie wenig anfällig.
Sehr feste, große Früchte mit süßem Aroma und sauber lösendem Stein. Weil sie sich kühl ein paar Wochen hält, hast du auch im Oktober noch frische Zwetschgen im Korb.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Die Zwetschge mag einen mittelschweren, humosen und gut durchlaessigen Boden, der frisch bis maessig feucht ist — Staunaesse vertraegt sie nicht. Leicht kalkhaltige, nicht zu saure Boeden kommen ihr entgegen; auf reinem Sand oder schwerem, verdichtetem Lehm leidet der Ertrag.
Düngung
Mittelzehrer
Im zeitigen Fruehjahr zum Austrieb (Ende Maerz/Anfang April) Kompost auf der Baumscheibe ausbreiten und etwas Hornspaene flach einharken — das deckt den Hauptbedarf. Zur Phase des Fruchtwachstums im Juni kann eine zweite leichte organische Gabe folgen. Ab dem Hochsommer keine stickstoffbetonte Duengung mehr, damit das Holz vor dem Winter ausreift; im Herbst optional duenn mit Kompost mulchen.
Schnitt
Schneide deine Zwetschge im Sommer direkt nach der Ernte (Juli bis Anfang September) bei trockenem, warmem Wetter, dann heilen die Wunden am besten. Halte den Erhaltungsschnitt jährlich und zurückhaltend; vernachlässigte Bäume verjüngst du über mehrere Jahre verteilt, ebenfalls im Sommer.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
2 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Frostspanner (Kleiner Frostspanner)
Operophtera brumata
Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen. Die Weibchen sind flügellos und wandern im milden Spätherbst zu Fuß die Stämme hinauf, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Bei Massenvermehrung bleibt von jungen Trieben nur das Blattgerippe.
Vorbeugen
Lege ab Ende September Leimringe um Stamm und Pfahl, um die hochwandernden Weibchen vor der Eiablage abzufangen, und erneuere den Leim bei Verschmutzung über den ganzen Herbst. Fördere Meisen mit Nistkästen — eine Brut vertilgt Tausende Raupen — und schüttle bei beginnendem Fraß die Raupen morgens auf eine ausgebreitete Plane; bei starkem Befall hilft eine Bacillus-thuringiensis-Spritzung gegen die jungen Raupen.
Pflaumenwickler
Grapholita funebrana
Der Pflaumenwickler ist das Pendant zum Apfelwickler an Steinobst: Der Falter legt ab Juni Eier an junge Früchte, die Raupe bohrt sich zum Stein durch und löst Gummifluss sowie vorzeitige, „falsche“ Reife mit Fruchtfall aus. Aufgeschnittene Früchte zeigen die rötliche Raupe und einen kotgefüllten Gang. Bei warmem Spätsommer folgt eine schädlichere zweite Generation im August.
Vorbeugen
Hänge ab Anfang Juni Pheromonfallen zur Flugkontrolle auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in denen sich die Raupen verpuppen — regelmäßig kontrollieren und entsorgen. Sammle befallenes Fallobst täglich auf, bürste lose Altborke ab und fördere Meisen und Ohrwürmer als natürliche Gegenspieler; bei starkem Druck hilft das Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung.
