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Zwetschge ‚Topfive’

Sortenpass

Zwetschge ‚Topfive’

Prunus domestica subsp. domestica · Rosaceae

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
mittel

Über diese Sorte

Eine mittelfrüh bis mittel reifende Zwetschge mit großen, dunkelblauen Früchten und gutem Aroma. Sie ist selbstfruchtbar und trägt regelmäßig — eine solide Wahl für die Haupterntezeit im August. Der Stein löst sich gut, sodass sie sich leicht verarbeiten lässt.

Saftig und süß mit feinem Aroma; die großen Früchte machen sich gut auf dem Kuchen und im Glas. Frisch vom Baum eine angenehme Tafelzwetschge für den Spätsommer.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Die Zwetschge mag einen mittelschweren, humosen und gut durchlaessigen Boden, der frisch bis maessig feucht ist — Staunaesse vertraegt sie nicht. Leicht kalkhaltige, nicht zu saure Boeden kommen ihr entgegen; auf reinem Sand oder schwerem, verdichtetem Lehm leidet der Ertrag.

Düngung

Mittelzehrer

Im zeitigen Fruehjahr zum Austrieb (Ende Maerz/Anfang April) Kompost auf der Baumscheibe ausbreiten und etwas Hornspaene flach einharken — das deckt den Hauptbedarf. Zur Phase des Fruchtwachstums im Juni kann eine zweite leichte organische Gabe folgen. Ab dem Hochsommer keine stickstoffbetonte Duengung mehr, damit das Holz vor dem Winter ausreift; im Herbst optional duenn mit Kompost mulchen.

Schnitt

MonateJul–Sep
SaisonSommer (nach der Ernte)
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide deine Zwetschge im Sommer direkt nach der Ernte (Juli bis Anfang September) bei trockenem, warmem Wetter, dann heilen die Wunden am besten. Halte den Erhaltungsschnitt jährlich und zurückhaltend; vernachlässigte Bäume verjüngst du über mehrere Jahre verteilt, ebenfalls im Sommer.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Jun

Frostspanner (Kleiner Frostspanner)

Operophtera brumata

Der Kleine Frostspanner fällt im Frühjahr durch seine grünen, beim Kriechen „Katzenbuckel“-spannenden Raupen auf, die ab dem Austrieb Knospen, Blüten und junge Blätter durchlöchern und verspinnen. Die Weibchen sind flügellos und wandern im milden Spätherbst zu Fuß die Stämme hinauf, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Bei Massenvermehrung bleibt von jungen Trieben nur das Blattgerippe.

Vorbeugen

Lege ab Ende September Leimringe um Stamm und Pfahl, um die hochwandernden Weibchen vor der Eiablage abzufangen, und erneuere den Leim bei Verschmutzung über den ganzen Herbst. Fördere Meisen mit Nistkästen — eine Brut vertilgt Tausende Raupen — und schüttle bei beginnendem Fraß die Raupen morgens auf eine ausgebreitete Plane; bei starkem Befall hilft eine Bacillus-thuringiensis-Spritzung gegen die jungen Raupen.

SchädlinghochJun–Sep

Pflaumenwickler

Grapholita funebrana

Der Pflaumenwickler ist das Pendant zum Apfelwickler an Steinobst: Der Falter legt ab Juni Eier an junge Früchte, die Raupe bohrt sich zum Stein durch und löst Gummifluss sowie vorzeitige, „falsche“ Reife mit Fruchtfall aus. Aufgeschnittene Früchte zeigen die rötliche Raupe und einen kotgefüllten Gang. Bei warmem Spätsommer folgt eine schädlichere zweite Generation im August.

Vorbeugen

Hänge ab Anfang Juni Pheromonfallen zur Flugkontrolle auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in denen sich die Raupen verpuppen — regelmäßig kontrollieren und entsorgen. Sammle befallenes Fallobst täglich auf, bürste lose Altborke ab und fördere Meisen und Ohrwürmer als natürliche Gegenspieler; bei starkem Druck hilft das Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung.