Sortenpass
Aubergine ‚Clara F1’
Solanum melongena · Solanaceae
- Reifezeit
- früh
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine moderne F1-Hybride mit elfenbeinweißen, eiförmigen Früchten und kräftigem, ertragssicherem Wuchs. Sie reift früh und trägt über eine lange Saison, was sie auch für kühlere Lagen und das Gewächshaus interessant macht. Das weiße Fruchtfleisch ist mild und bleibt zart, mit guter Toleranz gegenüber dem Tabakmosaikvirus. Als Hybride ist sie nicht samenfest, dafür wüchsig und gleichmäßig im Ertrag.
Mild und zart mit fester, heller Konsistenz, die beim Garen schön cremig wird.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich, lehmig
Auberginen brauchen einen tief gelockerten, humusreichen und gut durchlässigen Boden, der sich schnell erwärmt. Schwere, staunasse Böden sind ungeeignet, weil sie leicht zu Wurzelfäule führen — eine lehmig-humose Mischung mit guter Wasserspeicherung und gleichzeitiger Durchlüftung ist ideal.
Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel, Paprika) starkzehrend und krankheitsanfällig — mindestens 4 Jahre Pause am selben Beet beugt Bodenmüdigkeit und Braunfäule vor.
Düngung
Starkzehrer
Im Frühjahr vor dem Auspflanzen reif verrotteten Kompost und Hornspäne flach einarbeiten — das gibt die organische Grundversorgung für die Saison. Vom Austrieb bis zur Blüte kannst du alle paar Wochen mit verdünnter Brennnessel- oder Kompostjauche flüssig nachdüngen. Mit Einsetzen der Fruchtbildung den Stickstoff etwas zurücknehmen und stärker auf kaliumbetontes organisches Material setzen, um Fruchtansatz und Fruchtqualität zu fördern.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
4 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Kartoffelkäfer
Leptinotarsa decemlineata
Der gelb-schwarz gestreifte Kartoffelkäfer und seine roten Larven können ein Kartoffelbeet in wenigen Tagen kahl fressen. Die Weibchen legen orangefarbene Eigelege auf die Blattunterseite; aus ihnen schlüpfen die gefräßigen Larven, die den größten Schaden anrichten.
Vorbeugen
Sammle Käfer, Larven und die orangen Eigelege ab Mai regelmäßig von Hand ab — bei kleinen Beeten der wirksamste Weg. Decke früh mit Insektennetz ab und halte eine weite Fruchtfolge ein, damit die überwinternden Käfer im Frühjahr keine frische Kartoffel direkt vorfinden.
Gemeine Spinnmilbe
Tetranychus urticae
Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und vertrocknen. Bei starkem Befall überziehen feine Gespinste die Triebspitzen. Die nur 0,5 mm kleinen Tiere vermehren sich bei Hitze rasend schnell, sodass aus wenigen Milben in zwei Wochen eine Plage werden kann.
Vorbeugen
Halte die Luftfeuchte hoch — regelmäßiges Übersprühen und gutes Gießen stört die hitzeliebenden Milben spürbar — und lüfte das Gewächshaus gegen Hitzestau. Kontrolliere gefährdete Pflanzen früh mit der Lupe und setze bei Befall Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als biologische Gegenspieler ein; befallene einzelne Blätter ausbrechen und entsorgen bremst die Ausbreitung.
Weiße Fliege
Trialeurodes vaporariorum
Die Weiße Fliege ist ein wärmeliebender Sauger, der vor allem im Gewächshaus und an Kübelpflanzen auftritt: An der Blattunterseite sitzen Larven und Puppen, beim Anstoßen stieben die weißen Adulten in einer Wolke auf. Ihr klebriger Honigtau überzieht Blätter und Früchte und wird von schwarzem Rußtaupilz besiedelt; stark befallene Pflanzen vergilben und kümmern. Sie kann zudem Viren übertragen.
Vorbeugen
Kontrolliere zugekaufte Jungpflanzen vor dem Einsetzen und hänge gelbe Leimtafeln über den Bestand, um Flugbeginn und Stärke zu überwachen und die Adulten abzufangen. Lüfte gut gegen Hitzestau und setze bei Befall die Schlupfwespe Encarsia formosa als biologischen Gegenspieler ein; ein kräftiger Wasserstrahl an die Blattunterseite spült Larven und Eier zusätzlich ab.
Weißstängeligkeit (Sclerotinia-Fäule)
Sclerotinia sclerotiorum
Die Weißstängeligkeit, auch Sclerotinia-Fäule, ist eine breit wirtende Pilzkrankheit, die Salat, Bohnen und viele weitere Kulturen befällt. An der Stängelbasis entsteht eine wässrige, weiche Fäule mit watteartigem weißem Pilzbelag; darin bilden sich schwarze, harte Dauerkörper (Sklerotien), die jahrelang im Boden überleben. Befallene Pflanzen welken plötzlich und fallen um.
Vorbeugen
Pflanze weit und luftig, damit die Bestände nach Regen rasch abtrocknen, und gieße morgens an die Wurzel statt über das Laub. Entferne kranke Pflanzen samt anhaftender Erde sofort und entsorge sie über den Hausmüll — die Sklerotien überdauern im Kompost. Halte eine mehrjährige Anbaupause und meide enge Fruchtfolgen mit anderen anfälligen Kulturen wie Bohne, Möhre oder Sellerie.
