Sortenpass
Gurke ‚Chinesische Schlangen’
Cucumis sativus · Cucurbitaceae
- Reifezeit
- mittel
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine samenfeste asiatische Schlangengurke, deren extrem lange, schlanke und oft leicht gebogene Früchte 30 bis 40 cm erreichen - ein Hingucker am Spalier. Sie braucht Wärme und am liebsten ein Gewächshaus oder einen geschützten, sonnigen Platz mit Rankhilfe, damit die langen Gurken gerade abhängen können. Weil sie samenfest ist, kannst du dir aus einer ausgereiften Frucht Saatgut für die nächste Saison gewinnen.
Aromatisch und mild-süßlich mit dünner Schale und kaum ausgebildeten Kernen. Roh im Salat oder dünn gehobelt zu asiatischen Gerichten besonders fein.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich, lehmig
Gurken brauchen einen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden ohne Staunässe — schwere Böden arbeitest du vor der Pflanzung mit reifem Kompost auf. Pflanze erst, wenn sich der Boden dauerhaft auf über 16 °C erwärmt hat.
Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.
Düngung
Starkzehrer
Arbeite zur Pflanzzeit im Frühjahr reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — die Hornspäne geben den Stickstoff über den Sommer langsam ab. Ab dem Blütenansatz im Juni bis in die Haupterntezeit hinein düngst du regelmäßig mit verdünnter Pflanzenjauche (z.B. aus Brennnessel) nach, um den hohen Nährstoffbedarf während der Fruchtbildung zu decken.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
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Echter Mehltau
Erysiphales
Der Echte Mehltau überzieht die Blattoberseiten mit einem mehlig-weißen Belag, der sich leicht abwischen lässt — anders als der Falsche Mehltau, der von unten kommt. Er liebt trockenwarme Tage mit kühlen Nächten und schwächt vor allem Kürbisgewächse, sodass die Blätter vergilben und absterben.
Vorbeugen
Wähle mehltautolerante Sorten und gieße gleichmäßig, damit die Pflanzen nicht in Trockenstress geraten. Halte luftige Abstände und entferne erste befallene Blätter. Eine Spritzung mit verdünnter Magermilch oder Backpulver-Lösung kann den Befall bremsen.
Falscher Mehltau
Peronosporaceae
Der Falsche Mehltau ist kein echter Pilz, sondern ein Eipilz, der von der Blattunterseite kommt — anders als der Echte Mehltau. Auf der Oberseite zeigen sich gelb-eckige Flecken, unten ein grau-violetter Belag. Bei Gurke, Zwiebel und Salat kann er ganze Bestände innerhalb weniger Tage zusammenbrechen lassen, sobald es feucht-warm ist.
Vorbeugen
Gieße morgens und nur an die Wurzel, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen. Halte großzügige Pflanzabstände für eine gute Durchlüftung und wähle widerstandsfähige Sorten wie die Gurke ‚Saladin’. Entferne befallene Blätter sofort und gib sie nicht auf den Kompost.
Gemeine Spinnmilbe
Tetranychus urticae
Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und vertrocknen. Bei starkem Befall überziehen feine Gespinste die Triebspitzen. Die nur 0,5 mm kleinen Tiere vermehren sich bei Hitze rasend schnell, sodass aus wenigen Milben in zwei Wochen eine Plage werden kann.
Vorbeugen
Halte die Luftfeuchte hoch — regelmäßiges Übersprühen und gutes Gießen stört die hitzeliebenden Milben spürbar — und lüfte das Gewächshaus gegen Hitzestau. Kontrolliere gefährdete Pflanzen früh mit der Lupe und setze bei Befall Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als biologische Gegenspieler ein; befallene einzelne Blätter ausbrechen und entsorgen bremst die Ausbreitung.
Weiße Fliege
Trialeurodes vaporariorum
Die Weiße Fliege ist ein wärmeliebender Sauger, der vor allem im Gewächshaus und an Kübelpflanzen auftritt: An der Blattunterseite sitzen Larven und Puppen, beim Anstoßen stieben die weißen Adulten in einer Wolke auf. Ihr klebriger Honigtau überzieht Blätter und Früchte und wird von schwarzem Rußtaupilz besiedelt; stark befallene Pflanzen vergilben und kümmern. Sie kann zudem Viren übertragen.
Vorbeugen
Kontrolliere zugekaufte Jungpflanzen vor dem Einsetzen und hänge gelbe Leimtafeln über den Bestand, um Flugbeginn und Stärke zu überwachen und die Adulten abzufangen. Lüfte gut gegen Hitzestau und setze bei Befall die Schlupfwespe Encarsia formosa als biologischen Gegenspieler ein; ein kräftiger Wasserstrahl an die Blattunterseite spült Larven und Eier zusätzlich ab.
