Pisum sativum
Erbse
Volksnamen: Markerbse, Zuckererbse
Beschreibung
Die Erbse ist ein Stickstoffsammler, der den Boden für die Folgekultur verbessert, und gleichzeitig der süßeste Snack direkt vom Beet. Zuckererbsen nascht man am besten roh mit Schote.
Pflegehinweise
Säe ab März direkt ins Beet und gib Rank-Sorten früh eine Kletterhilfe aus Reisig oder Netz. Erbsen brauchen wenig Dünger, aber gleichmäßige Feuchtigkeit während der Blüte — dann füllen sich die Schoten prall.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig
Erbsen wollen einen humosen, tiefgründigen, gut gelockerten Lehmboden mit guter Durchlüftung — Staunässe und Verdichtung schaden den Knöllchenbakterien und damit der Stickstoffbindung. Schwere Tonböden und reine Sandböden sind weniger geeignet; liegt der pH unter 6, kalke vor der Aussaat, sonst arbeiten die Rhizobien nicht.
Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.
Düngung
Schwachzehrer
Als Leguminose versorgt sich die Erbse über Knöllchenbakterien weitgehend selbst mit Stickstoff — dünge ihr also keinen Stickstoff, das stört sogar die Symbiose. Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach in den Boden ein; das stellt Phosphor und Kalium organisch bereit (Phosphor fördert die Knöllchenbildung). Während des Wachstums keine weitere Düngung nötig.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Lieber nicht
Sorten
6 Sorten‚Ambrosia’
Eine Zuckererbse vom Typ Kaiserschote, bei der du die ganze flache Hülse jung und zart mitisst. Die hochwachsenden Pflanzen tragen über Wochen reichlich und brauchen ein stabiles Rankgerüst. Ernte regelmäßig, solange die Hülsen noch flach sind — dann bleiben sie am süßesten.
Roh in den Salat oder kurz in der Pfanne geschwenkt: knackig-süß mit einem frischen, fast erbsig-grünen Aroma. Verliert beim Überreifen schnell an Zartheit.
‚Blauwschokkers’
Eine alte niederländische Kapuziner- oder Graue Erbse mit auffällig violett-blauen Hülsen und zweifarbig rosa-purpurnen Blüten — ein echter Hingucker am Zaun. Die hochwachsenden Pflanzen brauchen ein kräftiges Rankgerüst. Jung kannst du die Hülsen wie Zuckererbsen ernten, ausgereift werden die Körner getrocknet zur Suppenerbse.
Reif und getrocknet schmecken die Körner herzhaft-mehlig und geben Eintöpfen Tiefe. Jung geerntet sind die blauen Schoten zarter und milder.
‚Frühe Heinrichs Riesen’
Eine ertragreiche, samenfeste Markerbse mit langen, gut gefüllten Hülsen an hochwachsenden Pflanzen. Sie bringt über einen längeren Zeitraum große Körner und liefert pro Hülse besonders viel. Mit einem stabilen Rankgitter dankt sie dir die Mühe mit einer reichen Ernte zum Frischverzehr oder Einfrieren.
Die kräftigen Körner schmecken vollmundig und angenehm süßlich. Frisch geerntet und kurz gegart entfalten sie ihr volles Aroma.
‚Kelvedon Wonder’
Eine frühe Markerbse mit kompaktem Wuchs, die nur eine niedrige Reisighilfe braucht. Die gut gefüllten Hülsen reifen schon ab Ende Juni und lassen sich auch für eine zweite Aussaat im Hochsommer nutzen. Robust gegen Mehltau und damit ein verlässlicher Klassiker fürs Beet.
Frisch aus der Hülse genascht schmecken die Körner spürbar süß und bleiben angenehm zart. Beim Kochen behalten sie ihr feines Aroma.
‚Kleine Rheinländerin’
Eine alte deutsche Schalerbse aus dem Rheinland mit niedrigem, standfestem Wuchs, die mit wenig Rankhilfe auskommt. Sie reift früh und liefert viele kleine, kräftig schmeckende Hülsen. Reife Körner kannst du gut zum Trocknen für Suppen und Eintöpfe stehen lassen.
Der Geschmack ist herzhafter und nussiger als bei modernen Süßerbsen — ein Aroma, das in der Küche an Erbsensuppe von früher erinnert.
‚Norli’
Eine frühe Zuckererbse mit niedrigem Wuchs, die sich gut für kleine Beete, Hochbeete und sogar große Kübel auf dem Balkon eignet. Die zarten Hülsen lassen sich komplett verzehren und reifen schon zeitig in der Saison. Eine reisighilfe oder ein niedriges Netz reicht der Pflanze als Stütze.
Mild und angenehm süß, ohne Fäden — ideal zum Wegnaschen direkt im Garten. Auch Kinder mögen die knackigen Schoten.
Erfahrungen aus echten Gärten
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