Sortenpass
Erbse ‚Blauwschokkers’
Pisum sativum · Fabaceae
- Reifezeit
- mittel
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine alte niederländische Kapuziner- oder Graue Erbse mit auffällig violett-blauen Hülsen und zweifarbig rosa-purpurnen Blüten — ein echter Hingucker am Zaun. Die hochwachsenden Pflanzen brauchen ein kräftiges Rankgerüst. Jung kannst du die Hülsen wie Zuckererbsen ernten, ausgereift werden die Körner getrocknet zur Suppenerbse.
Reif und getrocknet schmecken die Körner herzhaft-mehlig und geben Eintöpfen Tiefe. Jung geerntet sind die blauen Schoten zarter und milder.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig
Erbsen wollen einen humosen, tiefgründigen, gut gelockerten Lehmboden mit guter Durchlüftung — Staunässe und Verdichtung schaden den Knöllchenbakterien und damit der Stickstoffbindung. Schwere Tonböden und reine Sandböden sind weniger geeignet; liegt der pH unter 6, kalke vor der Aussaat, sonst arbeiten die Rhizobien nicht.
Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.
Düngung
Schwachzehrer
Als Leguminose versorgt sich die Erbse über Knöllchenbakterien weitgehend selbst mit Stickstoff — dünge ihr also keinen Stickstoff, das stört sogar die Symbiose. Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach in den Boden ein; das stellt Phosphor und Kalium organisch bereit (Phosphor fördert die Knöllchenbildung). Während des Wachstums keine weitere Düngung nötig.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Lieber nicht
