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Radieschen ‚Sora’

Sortenpass

Radieschen ‚Sora’

Raphanus sativus var. sativus · Brassicaceae

Reifezeit
früh
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Eine moderne, samenfeste Profisorte für Beet und Topf, die du fast über die ganze Saison sicher anbauen kannst. Sora bildet große, runde, leuchtend rote Knollen und ist ausgesprochen schossfest — sie hält auch in der Sommerhitze und bei längeren Tagen lange ihre Qualität, ohne vorzeitig in Blüte zu gehen. Das Fleisch bleibt selbst bei kräftiger Knolle weiß und knackig statt hohl oder pelzig. Eine verlässliche Wahl, wenn du mehrere Sätze hintereinander säen möchtest.

Mild-würzig und saftig, bleibt auch groß noch zart — robust gegen Schossen anders als manche frühe *‚Saxa 3'*-Saat im Hochsommer.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, feucht

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Gib Radieschen einen lockeren, humosen und gleichmäßig feuchten Boden – Staunässe lässt die Knollen faulen, Trockenheit macht sie holzig und scharf. Ideal ist ein durchlässiger, sandig-lehmiger Boden; schwere Böden lockerst du vor der Aussaat tief auf. Halte den pH leicht sauer bis neutral, denn über 7 begünstigt der Boden die Rettichschwärze.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Schwachzehrer

Als Schwachzehrer brauchen Radieschen kaum Düngung – ein gut vorbereiteter Boden reicht meist völlig. Arbeite vor der Frühjahrsaussaat (März–April) etwas reifen Kompost flach ein. Für Herbstsaaten (August–September) genügt bei ausgelaugtem Boden eine kleine Gabe Hornmehl, das schneller verfügbar ist als grobe Hornspäne. Dünge lieber zu wenig als zu viel: Vor allem zu viel Stickstoff fördert Schwarzfärbung der Knollen und erhöht den Nitratgehalt.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

3 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.

Vorbeugen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.

SchädlinghochApr–Sep

Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.

Vorbeugen

Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.

SchädlinghochApr–Okt

Spanische Wegschnecke

Arion vulgaris

Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet. Sie frisst nachts und bei feuchtem Wetter unregelmäßige Löcher in Blätter und räumt junge Salate oder Keimlinge oft komplett ab. Verräterisch sind die silbrig glänzenden Schleimspuren am nächsten Morgen. Besonders weiche, frisch gepflanzte Sätze sind gefährdet.

Vorbeugen

Sammle die Tiere früh morgens oder nach Regen ab und lege Bretter als Tagesverstecke aus, unter denen du sie gezielt einsammelst. Ein 3–5 cm hoher Schneckenzaun um gefährdete Beete hält sie zuverlässig fern, ebenso ein trockener Streifen aus Schafwolle oder Sägemehl. Fördere Igel, Laufkäfer und Kröten mit Totholz und Laubhaufen — und gieße morgens statt abends, damit die Beete nachts abtrocknen.