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Eruca vesicaria

Rucola

Volksnamen: Rauke, Salatrauke

Rucola

Foto: Unknown authorUnknown author · CC0 · Quelle

Beschreibung

Rucola ist ein schnellwüchsiger Salat mit nussig-scharfem Geschmack, der schon vier bis sechs Wochen nach der Aussaat erntereif ist. Du kannst ihn mehrfach pflücken, und mit Spätsaaten im September erntest du bis weit in den Herbst hinein.

Pflegehinweise

Säe dünn in Reihen ab März und wiederhole die Aussaat alle zwei bis drei Wochen für eine durchgehende Ernte. Halte den Boden feucht, denn bei Trockenheit und Hitze schießt Rucola schnell und wird bitter — säe im Hochsommer daher lieber halbschattig. Schneide die äußeren Blätter laufend ab, dann treibt das Herz immer wieder neu aus.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Rucola mag lockeren, humosen, gut durchlässigen Boden (sandig-lehmig) und verträgt keine Staunässe. Schwere Tonböden machst du mit Sand und reifem Kompost durchlässiger; der pH-Bereich liegt neutral bis leicht sauer (6,0–7,0), leicht kalkhaltige Böden werden noch toleriert.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Schwachzehrer

Als Schwachzehrer braucht Rucola kaum Düngung: Arbeite vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein, das reicht für die kurze Kulturzeit meist aus. Nach Mittel- oder Starkzehrern im Vorjahr kannst du auf eine Grundversorgung ganz verzichten. Übermäßige Düngung vermeidest du unbedingt, da sie den Geschmack verwässert und die Pflanzen anfälliger macht.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

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SchädlingmittelApr–Aug

Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.

Vorbeugen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.

SchädlinghochApr–Okt

Spanische Wegschnecke

Arion vulgaris

Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet. Sie frisst nachts und bei feuchtem Wetter unregelmäßige Löcher in Blätter und räumt junge Salate oder Keimlinge oft komplett ab. Verräterisch sind die silbrig glänzenden Schleimspuren am nächsten Morgen. Besonders weiche, frisch gepflanzte Sätze sind gefährdet.

Vorbeugen

Sammle die Tiere früh morgens oder nach Regen ab und lege Bretter als Tagesverstecke aus, unter denen du sie gezielt einsammelst. Ein 3–5 cm hoher Schneckenzaun um gefährdete Beete hält sie zuverlässig fern, ebenso ein trockener Streifen aus Schafwolle oder Sägemehl. Fördere Igel, Laufkäfer und Kröten mit Totholz und Laubhaufen — und gieße morgens statt abends, damit die Beete nachts abtrocknen.

Erfahrungen aus echten Gärten

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