Spinacia oleracea
Spinat
Volksnamen: Gartenspinat
Foto: Rasbak · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Spinat ist ein schneller, kühletoleranter Blattlieferant für Frühjahr und Herbst. Im zeitigen Frühjahr und ab August gesät, liefert er zarte Blätter für Salat und Pfanne; als Herbstsaat überwintert er sogar und treibt im März früh durch.
Pflegehinweise
Säe in Reihen ab März und nochmals ab August, denn in der Sommerhitze und bei langen Tagen schießt Spinat sofort. Halte den Boden gleichmäßig feucht und gib etwas Kompost — Spinat dankt Stickstoff mit kräftigen Blättern. Ernte jung, indem du die äußeren Blätter pflückst oder die ganze Rosette knapp über dem Boden abschneidest.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, feucht, nährstoffreich
Spinat braucht einen lockeren, humosen und gleichmaessig feuchten Boden; schwere, stauende Boeden vertraegt er nicht. Der pH-Wert sollte neutral bis leicht alkalisch liegen (6,5-7,5) - auf saurem Boden drohen Chlorosen, dann hilft im Herbst eine Kalkgabe.
Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.
Düngung
Mittelzehrer
Vor der Aussaat reifen Kompost flach in den Boden einarbeiten - das reicht fuer Fruehjahrsspinat meist aus. Bei Herbstaussaat im folgenden Fruehjahr mit etwas Kompost oder Hornspaenen leicht nachhelfen; wegen der Nitratneigung im Blatt lieber sparsam und organisch-langsam duengen als zu viel auf einmal.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Lieber nicht
Sorten
4 Sorten‚Butterflay’
Eine moderne samenfeste Sorte mit großen, runden und sehr zarten Blättern, die sich besonders gut roh im Salat machen. Butterflay zeigt eine gute Widerstandskraft gegenüber Falschem Mehltau, was dir gerade in feuchten Frühjahren die Kultur erleichtert. Sie eignet sich für die Aussaat im Frühjahr wie im Herbst und liefert reichlich Blattmasse. Aus den schönsten Pflanzen kannst du selbst Saatgut ziehen.
Mild und besonders zart, ohne herbe Note. Die dünnen Blätter sind roh im Salat ein Genuss und fallen beim Dünsten allerdings deutlich zusammen.
‚Matador’
Ein bewährter Klassiker für die Frühjahrs- und Herbstaussaat, der dich mit dicken, dunkelgrünen und leicht aufgewölbten Blättern versorgt. Matador wächst kräftig und schießt deutlich langsamer als viele ältere Sorten, sodass du dir mit der Ernte etwas mehr Zeit lassen kannst. Die jungen Blätter wandern roh in den Salat, die größeren dünstest du wie gewohnt. Weil die Sorte samenfest ist, kannst du aus den schönsten Pflanzen selbst Saatgut gewinnen.
Kräftig und würzig im Geschmack, mit dem typisch vollen Spinataroma. Die fleischigen Blätter fallen beim Kochen weniger stark zusammen als bei dünnblättrigen Sorten.
‚Verdil’
Eine schnellwüchsige, schossfeste Sorte für die Frühjahrs- und Herbstkultur, die dir auch bei länger werdenden Tagen lange Erntefenster lässt. Verdil bildet aufrecht stehende, mittelgrüne Blätter, die sauber bleiben und sich gut ernten lassen. Die starke Widerstandskraft gegen mehrere Rassen des Falschen Mehltaus macht sie zu einer verlässlichen Wahl, wenn dir robuste Pflanzen wichtig sind. Der aufrechte Wuchs erleichtert dir die Ernte sichtbar.
Mild und frisch, mit feiner Blattstruktur. Geschmacklich unaufgeregt und vielseitig — gleichermaßen roh wie gegart zu verwenden.
‚Winterriesen’
Eine robuste, winterharte Sorte, die du im Spätsommer aussäst, um über den Winter zu kommen und zeitig im Frühjahr zu ernten. Die großen, dunkelgrünen und fleischigen Blätter stecken Frost gut weg und treiben nach milden Phasen kräftig weiter. So hast du gerade in der mageren Jahreszeit frisches Grün im Beet, wenn sonst wenig wächst. Winterriesen ist samenfest und lässt sich gut nachbauen.
Mild und vollmundig, durch die kühle Wachstumsphase angenehm zart. Über den Winter geerntete Blätter schmecken oft etwas süßer.
Erfahrungen aus echten Gärten
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