Zum Inhalt springen
Paprika ‚Lombardo’

Sortenpass

Paprika ‚Lombardo’

Capsicum annuum · Solanaceae

Reifezeit
früh
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Eine italienische Bratpaprika mit langen, dünnwandigen, leicht gewellten Früchten, die du am liebsten grün und jung erntest. Klassisch in der Pfanne in etwas Öl gebraten und gesalzen — eine der unkompliziertesten Arten, Paprika zu genießen. Die Pflanzen tragen früh und sehr reichlich über einen langen Zeitraum. Lässt du einzelne Früchte hängen, reifen sie rot aus und werden süßer. Samenfest.

Grün gebraten mild-würzig mit feiner Bitternote, rot ausgereift deutlich süßer.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–6.88.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeNachtschattengewächse
WasserbedarfMittel

Paprika braucht einen tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Boden, am besten leicht sandig-lehmig, damit kein Wasser stehen bleibt. Staunässe verträgt die Pflanze besonders schlecht, lockere bei schweren Böden vor dem Pflanzen mit Kompost und Sand tief auf. Ein warmer, windgeschützter Südstandort oder eine Südwand gibt der wärmeliebenden Pflanze das passende Mikroklima.

Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel, Paprika) starkzehrend und krankheitsanfällig — mindestens 4 Jahre Pause am selben Beet beugt Bodenmüdigkeit und Braunfäule vor.

Düngung

Starkzehrer

Bereite das Beet schon im Herbst oder zeitigen Frühjahr mit reifem Kompost und etwas Hornspänen vor und arbeite beides flach ein, das ist die Grundversorgung. Nach dem Auspflanzen Mitte Mai gibst du zunächst nichts dazu. Sobald die ersten Blütenknospen erscheinen (Juni/Juli), kannst du regelmäßig mit verdünnter Pflanzenjauche oder Komposttee nachversorgen, um Blüte und Fruchtansatz zu stützen. Ab Spätsommer fährst du die Düngung zurück, damit die Früchte in Ruhe ausreifen.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

4 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Blattläuse

Aphidoidea

Blattläuse sind die häufigsten Saugschädlinge im Garten. Sie sitzen in dichten Kolonien an weichen Triebspitzen, saugen Pflanzensaft und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich schwarzer Rußtau ansiedelt. Stark befallene Triebe verkrüppeln, außerdem übertragen Läuse Viren.

Vorbeugen

Fördere Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen mit blühenden Randstreifen — sie halten Läuse meist in Schach. Spritze kleine Herde einfach mit Wasser ab oder zerdrücke sie. Verzichte auf Überdüngung mit Stickstoff, denn weiches Wuchsgewebe lockt Läuse besonders an.

MangelmittelJun–Aug

Blütenendfäule

Calcium-Mangel

Die Blütenendfäule ist keine Krankheit durch einen Erreger, sondern eine Mangelerscheinung: Den wachsenden Früchten fehlt Calcium an der Fruchtspitze. Dort entsteht ein wässriger Fleck, der einsinkt und lederartig braun-schwarz wird. Häufig liegt nicht zu wenig Kalk im Boden vor, sondern die Pflanze kann das Calcium bei Trockenstress oder Überdüngung nicht zur Frucht transportieren.

Vorbeugen

Wässere gleichmäßig und vermeide Wechsel zwischen Staunässe und Austrocknung — eine Mulchschicht hält die Bodenfeuchte stabil. Dünge maßvoll und nicht zu stickstoff- oder kalibetont, da das die Calcium-Aufnahme blockiert. Entferne befallene Früchte; nachfolgende Früchte bei stabilerer Versorgung bleiben meist gesund.

SchädlingmittelMai–Sep

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae

Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und vertrocknen. Bei starkem Befall überziehen feine Gespinste die Triebspitzen. Die nur 0,5 mm kleinen Tiere vermehren sich bei Hitze rasend schnell, sodass aus wenigen Milben in zwei Wochen eine Plage werden kann.

Vorbeugen

Halte die Luftfeuchte hoch — regelmäßiges Übersprühen und gutes Gießen stört die hitzeliebenden Milben spürbar — und lüfte das Gewächshaus gegen Hitzestau. Kontrolliere gefährdete Pflanzen früh mit der Lupe und setze bei Befall Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als biologische Gegenspieler ein; befallene einzelne Blätter ausbrechen und entsorgen bremst die Ausbreitung.

SchädlingmittelMai–Sep

Weiße Fliege

Trialeurodes vaporariorum

Die Weiße Fliege ist ein wärmeliebender Sauger, der vor allem im Gewächshaus und an Kübelpflanzen auftritt: An der Blattunterseite sitzen Larven und Puppen, beim Anstoßen stieben die weißen Adulten in einer Wolke auf. Ihr klebriger Honigtau überzieht Blätter und Früchte und wird von schwarzem Rußtaupilz besiedelt; stark befallene Pflanzen vergilben und kümmern. Sie kann zudem Viren übertragen.

Vorbeugen

Kontrolliere zugekaufte Jungpflanzen vor dem Einsetzen und hänge gelbe Leimtafeln über den Bestand, um Flugbeginn und Stärke zu überwachen und die Adulten abzufangen. Lüfte gut gegen Hitzestau und setze bei Befall die Schlupfwespe Encarsia formosa als biologischen Gegenspieler ein; ein kräftiger Wasserstrahl an die Blattunterseite spült Larven und Eier zusätzlich ab.