Sortenpass
Pastinake ‚Tender and True’
Pastinaca sativa · Apiaceae
- Reifezeit
- spät
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine englische Liebhaber-Sorte mit langen, gleichmäßig geformten Wurzeln und feiner, glatter Haut — wenig Kernanteil, viel zartes Fruchtfleisch. Sie zählt zu den geschmacklich besten samenfesten Pastinaken und gilt zugleich als robust im Anbau. Du baust sie auf tiefem, steinfreiem Boden an und erntest spät, am besten nach den ersten Frösten, wenn ihre Süße voll durchkommt. Samenfest und damit nachbaufähig.
Ausgesprochen süß mit feinem Aroma und zartem Fruchtfleisch — ein Highlight im Winter-Ofengemüse.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig
Die Pastinake will tiefgründigen, mittelschweren Boden mit viel Humus — lehmige oder lößartige, gut wasserdurchlässige Böden sind ideal. Staunässe und verdichtete Stellen meidest du, sonst faulen die langen Rüben.
Doldenblütler (Möhre, Sellerie, Pastinake) mittelzehrend — 4 Jahre Pause hält Möhrenfliege und Bodenpilze klein.
Düngung
Mittelzehrer
Im Frühjahr vor der Aussaat arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das versorgt die Pastinake über die ganze Saison. Frischen Stallmist verwendest du nie, er fördert Gabelwuchs und lockt die Möhrenfliege an.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Lieber nicht
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Möhrenfliege
Psila rosae
Die Möhrenfliege legt ihre Eier an den Wurzelhals von Doldenblütlern, und die Maden fressen rostbraune Gänge dicht unter der Schale der Rübe. Befallene Möhren und Pastinaken werden bitter, holzig und faulen im Lager schnell. Ein erstes Zeichen ist rötlich verfärbtes Laub. Die Fliege fliegt in zwei bis drei Generationen von Mai bis in den Herbst.
Vorbeugen
Spanne ein engmaschiges Kulturschutznetz (Maschenweite ≤ 0,8 mm) direkt nach der Aussaat über das Beet — die Fliege findet die Pflanzen über den Duft und muss draußen bleiben. Verziehe die Reihen nur abends bei Windstille und drücke die Erde danach gut an, damit kein Duft entweicht. Eine Mischkultur mit Zwiebeln oder Lauch maskiert den Möhrengeruch, und ein Fruchtwechsel mit mehrjähriger Pause hält die Population niedrig.
