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Pfirsich ‚Revita’

Sortenpass

Pfirsich ‚Revita’

Prunus persica · Rosaceae

Geschützte Sorte (Sortenschutz)

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
mittel

Über diese Sorte

Eine als kräuselkrankheitstolerant beworbene Sorte für Hausgärten, die das lästige Kräuseln des Laubs deutlich besser wegsteckt als alte Klassiker. Die gelbfleischigen Früchte reifen Mitte bis Ende August und sind saftig und süß. Wie bei Pfirsichen üblich selbstfruchtbar — ein einzelner Baum genügt. Sortengeschützt, daher keine eigenmächtige Vermehrung.

Saftig-süßes Gelbfleisch mit rundem Aroma, gut für den frischen Genuss direkt vom Baum.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, sandig, humos, durchlässig, kalkmeidend

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Pfirsich braucht einen tiefgründigen, gut durchlässigen, lehmig-humosen Boden — Staunässe schädigt die Wurzeln rasch, schwere nasse Böden mit Sand und reifem Kompost auflockern. Der Boden darf neutral bis leicht sauer sein (etwa pH 6,0–7,0); erst stark kalkhaltige, alkalische Böden über pH 7,5 lösen Eisenmangel-Chlorose aus. Am besten gedeiht er an einer warmen, windgeschützten Südwand mit wärmespeicherndem Mauerwerk.

Düngung

Starkzehrer

Im Frühjahr reifen Kompost gleichmäßig unter der Kronentraufe verteilen und mit Hornspänen flach in die Baumscheibe einarbeiten — das versorgt den Baum über die Saison mit langsam verfügbarem Stickstoff. Eine zweite, leichtere Kompostgabe kann im Mai folgen, wenn das Wachstum in Schwung kommt. Ab Juli nicht mehr stickstoffbetont düngen, sonst reifen die Neutriebe nicht aus und frieren im Winter zurück. Im ersten Standjahr nach der Pflanzung noch nicht düngen.

Schnitt

MonateFeb–Mär
SaisonFrühjahr
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide den Pfirsich zur Blüte (Februar bis März, KW 8-12), weil er fast nur am einjährigen Holz fruchtet und du erst jetzt die echten Fruchttriebe mit den Drillingsknospen (Blattknospe zwischen zwei Blütenknospen) sicher erkennst. Diese Triebe lässt du stehen und kürzt sie bei Bedarf ein, der Rest wird ausgedünnt.

Mischkultur

Lieber nicht

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

KrankheithochMär–Mai

Kräuselkrankheit

Taphrina deformans

Die Kräuselkrankheit befällt Pfirsich und Nektarine schon beim Austrieb. Die jungen Blätter werden blasig verdickt, kräuseln sich und färben sich gelb-rot bis purpurn. Bei starkem Befall wirft der Baum die Blätter ab, treibt geschwächt neu aus und verliert deutlich an Ertrag. Die Infektion findet ausschließlich in der kühl-nassen Austriebsphase statt.

Vorbeugen

Schütze den Baum mit einem Regendach oder einer Folienabdeckung über die Austriebsphase, damit die Knospen trocken bleiben. Behandle vorbeugend ab Knospenschwellen mit einem zugelassenen Kupfer- oder Schwefelpräparat, denn nach dem Austrieb wirkt nichts mehr. Wenig anfällige Sorten wie der Pfirsich ‚Benedicte’ oder ‚Revita’ sind für den Hausgarten die beste Wahl.

KrankheithochMär–Mai

Monilia-Spitzendürre

Monilia laxa

Die Monilia-Spitzendürre infiziert Steinobst über die offene Blüte und wandert von dort in den Trieb. Befallene Blüten und Triebspitzen welken schlagartig und vertrocknen braun, als hätte sie Frost erwischt — daher die Verwechslung. Besonders Sauerkirschen wie die ‚Schattenmorelle’ sind anfällig, wenn es zur Blüte nasskalt ist.

Vorbeugen

Schneide befallene Triebe rasch bis etwa 15 cm ins gesunde Holz zurück und entsorge sie über den Restmüll. Wähle weniger anfällige Sorten und sorge durch Auslichtungsschnitt für eine luftige, schnell abtrocknende Krone. Bei Dauerregen zur Blüte hilft eine vorbeugende Behandlung mit Tonerde- oder Schachtelhalmpräparaten.