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Brassica rapa subsp. pekinensis

Chinakohl

Volksnamen: Pekingkohl, Selleriekohl

Chinakohl

Foto: Jamie Nettles · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Der Chinakohl bildet längliche, zartblättrige Köpfe und schmeckt mild und saftig, roh im Salat ebenso wie kurz gegart oder fermentiert. Er ist ein klassischer Herbstkohl — gesät im Hochsommer schießt er bei zu früher Aussaat leicht in die Blüte, statt einen Kopf zu bilden.

Pflegehinweise

Säe oder pflanze ihn erst ab Juli bis Anfang August, damit ihn die kürzer werdenden Tage nicht zum Schossen verleiten, und gib ihm etwa eine Handbreit mehr Abstand. Halte den Boden gleichmäßig feucht und nährstoffreich und ernte die festen Köpfe ab September vor den ersten stärkeren Frösten — leichten Frost verträgt er noch.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich, feucht

LichtHalbschatten
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Chinakohl will tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden mit guter Wasserhaltekapazität, aber ohne Staunässe – ein gut durchlüfteter Lehmboden ist ideal. Halte den pH-Wert eher im oberen Bereich nahe 7: Kalk im Boden senkt das Kohlhernie-Risiko deutlich.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite vor der Pflanzung reifen Kompost flach in den Boden ein; auf leichten, sandigen Böden gibst du zusätzlich Hornspäne dazu. Während der Hauptwachstumsphase versorgst du die Pflanzen alle paar Wochen mit etwas Kompost oder Hornspänen nach. Stelle die Düngung etwa zwei Wochen vor der Ernte ein, damit sich kein Nitrat im Blatt anreichert.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

3 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.

Vorbeugen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.

SchädlinghochApr–Sep

Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.

Vorbeugen

Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.

SchädlinghochMai–Sep

Großer Kohlweißling

Pieris brassicae

Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.

Vorbeugen

Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.

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