Brassica napus var. napobrassica
Steckrübe
Volksnamen: Kohlrübe, Wruke, Butterrübe
Kategorie-BildBeschreibung
Die Steckrübe ist eine genügsame, gelbfleischige Wurzel mit mild-süßem Kohlgeschmack und ein klassisches Wintergemüse aus der norddeutschen Küche. Sie ist lange als arme-Leute-Essen verschrien gewesen, erlebt aber als feines Schmorgemüse und Püree eine Renaissance. Frost macht sie milder und süßer.
Pflegehinweise
Säe sie ab Mai bis Juni direkt ins Beet — als spät gesäte Kultur stört sie die Vorfrucht nicht und ist im Herbst erntereif. Halte einen Abstand von etwa einer Handbreit, gieße bei Trockenheit gleichmäßig und hacke regelmäßig. Ernte ab Oktober vor strengen Frösten; im Sandmieten oder kühlen Keller hält sie sich den ganzen Winter.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, durchlässig
Gib der Steckrübe einen tiefgründigen, humosen und leicht lehmigen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe bildet — lockere ihn vor der Aussaat tief auf. Halte den pH bei mindestens 6,5: Auf saurem, verdichtetem Boden droht Kohlhernie, kalke bei Bedarf vorsichtig auf; über pH 7,0 wird die Borversorgung schlechter.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Mittelzehrer
Arbeite im Herbst des Vorjahres oder im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach ein — das deckt den moderaten Bedarf als Mittelzehrer meist schon ab. Nur wenn das Laub im Sommer blass wird, gib zur Rübenbildung (etwa im Juli) noch etwas reifen Kompost oder Hornspäne oberflächlich dazu. Frischen Mist und zu viel Stickstoff meiden — sie treiben das Laub und machen die Rübe fade.
Mischkultur
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