Sortenpass
Kohlrabi ‚Noriko’
Brassica oleracea var. gongylodes · Brassicaceae
- Reifezeit
- früh
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Ein früher weißer Kohlrabi, der sich durch seine ausgeprägte Platzfestigkeit auszeichnet: Die Knollen bleiben länger als bei vielen anderen Sorten zart und reißen nicht so schnell auf. Das gibt dir ein größeres Erntefenster, wenn du nicht jeden Tag im Garten bist. Robust im Wuchs und gut für Frühjahr und Spätsommer geeignet.
Mild und saftig mit feinem, zartem Fleisch, das kaum Fasern bildet. Frisch geraspelt ein dankbarer Begleiter für Rohkostteller.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Gib Kohlrabi einen lockeren, humosen und gleichmäßig feuchten Boden — leichte, schnell erwärmende Böden fürs Frühjahr, mittelschwere mit konstantem Wasserangebot für den Sommeranbau. Vermeide Staunässe und Verdichtung und halte den Boden eher kalkbetont (pH um 6,5–7,0), denn niedrige pH-Werte und nasse Standorte begünstigen die Kohlhernie.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Mittelzehrer
Arbeite im Frühjahr vor der Pflanzung reifen Kompost flach ins Beet ein — als Mittelzehrer kommt Kohlrabi mit einer moderaten Grundversorgung gut aus. Ergänze bei Bedarf eine organische Stickstoffquelle wie Hornspäne als Langzeitgabe. Während der Knollenbildung kannst du verdünnt mit Brennnesseljauche nachhelfen. Dünge zurückhaltend: Zu viel Stickstoff lässt Kohlrabi vermehrt Nitrat in der Knolle einlagern.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
3 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Erdfloh
Phyllotreta
Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.
Vorbeugen
Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.
Kleine Kohlfliege
Delia radicum
Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.
Vorbeugen
Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.
Großer Kohlweißling
Pieris brassicae
Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.
Vorbeugen
Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.
