
Sortenpass
Mangold ‚Hunsrücker Schnittmangold’
Beta vulgaris subsp. cicla · Amaranthaceae
- Reifezeit
- mittelfrüh
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine alte Landsorte aus dem Hunsrück, die als reiner Blattmangold gezogen wird — schmale Stiele, dafür viel zartes, dunkelgrünes Blattwerk. Du erntest sie als Schnittmangold blattweise von außen, dann wächst die Pflanze von innen immer wieder nach. Sie ist robust, winterhart in milden Lagen und treibt im zweiten Jahr früh wieder aus. Samenfest und genügsam — eine bewährte Sorte für den Selbstversorgergarten.
Mild und kräftig im Geschmack, vollmundiger als feine Stielmangold-Typen. Schmeckt gedünstet wie Spinat, nur etwas bissfester.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich
Mangold braucht einen tiefgründigen, lockeren, humusreichen Boden mit guter Wasserspeicherfähigkeit — Staunässe verträgt er nicht. Als Tiefwurzler mag er einen mindestens 30 cm tief gelockerten Untergrund ohne Verdichtung; Kalk und leicht alkalische Böden bis pH 7,5 sind kein Problem, versauerten Boden meidet er.
Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.
Düngung
Mittelzehrer
Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das versorgt die Pflanze langsam und gleichmäßig. Bei langer Standzeit kannst du ab Mitte Juni nach dem ersten Schnitt mit Brennnesseljauche oder Komposttee nachdüngen. Dünge nicht zu stickstoffbetont, sonst lagert Mangold — besonders im Halbschatten — vermehrt Nitrat in den Blättern ein.
Mischkultur
Gute Nachbarn
