Beta vulgaris subsp. cicla
Mangold
Volksnamen: Stielmangold, Schnittmangold, Krautstiel
Kategorie-BildBeschreibung
Mangold ist ein dankbares Schnittgemüse, das du über Monate immer wieder beernten kannst. Stielmangold liefert breite, zarte Stiele wie Spinat-Spargel, Schnittmangold üppiges Blattwerk. Bunte Sorten wie *'Bright Lights'* mit gelben, roten und pinken Stielen sind echte Hingucker im Beet.
Pflegehinweise
Säe ihn ab April (KW 16) direkt ins Beet an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Halte den Boden gleichmäßig feucht, dann bleibt er saftig und zart. Ernte die äußeren Blätter laufend von außen nach innen, dann wächst das Herz immer weiter nach; mit Vlies geschützt überwintert er oft.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich
Mangold braucht einen tiefgründigen, lockeren, humusreichen Boden mit guter Wasserspeicherfähigkeit — Staunässe verträgt er nicht. Als Tiefwurzler mag er einen mindestens 30 cm tief gelockerten Untergrund ohne Verdichtung; Kalk und leicht alkalische Böden bis pH 7,5 sind kein Problem, versauerten Boden meidet er.
Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.
Düngung
Mittelzehrer
Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das versorgt die Pflanze langsam und gleichmäßig. Bei langer Standzeit kannst du ab Mitte Juni nach dem ersten Schnitt mit Brennnesseljauche oder Komposttee nachdüngen. Dünge nicht zu stickstoffbetont, sonst lagert Mangold — besonders im Halbschatten — vermehrt Nitrat in den Blättern ein.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Sorten
5 Sorten‚Bright Lights’
Eine bunte Mischung, die Stiele in Gelb, Orange, Pink, Rot und Weiß hervorbringt — jede Pflanze überrascht dich mit einer anderen Farbe. Damit ist diese Sorte ein Hingucker im Beet und passt genauso gut ins Staudenbeet wie ins Gemüseland. Junge Blätter wandern roh in den Salat, größere dünstest du wie Spinat. Sie ist samenfest, sodass du im Folgejahr aus den schönsten Pflanzen selbst nachziehen kannst.
Mild und frisch, die jungen Blätter sind angenehm zart. Geschmacklich kaum von einfarbigen Sorten zu unterscheiden — hier zählt vor allem das Auge.
‚Fordhook Giant’
Ein ertragreicher weißstieliger Stielmangold mit breiten, fleischigen Rippen und großen, kräftig gewölbten Blättern. *Fordhook Giant* ist besonders robust, schosst spät und liefert dir über eine lange Saison reichlich Schnittware. Die breiten Stiele garst du getrennt wie Spargel, die Blätter dünstest du wie Spinat. Samenfest und standfest — eine zuverlässige Wahl, wenn du große Mengen über Monate ernten willst.
Mild und vollmundig, ohne Bitternote. Die dicken Stiele bleiben angenehm zart, die Blätter schmecken voller als bei feinen Blattmangold-Sorten.
‚Hunsrücker Schnittmangold’
Eine alte Landsorte aus dem Hunsrück, die als reiner Blattmangold gezogen wird — schmale Stiele, dafür viel zartes, dunkelgrünes Blattwerk. Du erntest sie als Schnittmangold blattweise von außen, dann wächst die Pflanze von innen immer wieder nach. Sie ist robust, winterhart in milden Lagen und treibt im zweiten Jahr früh wieder aus. Samenfest und genügsam — eine bewährte Sorte für den Selbstversorgergarten.
Mild und kräftig im Geschmack, vollmundiger als feine Stielmangold-Typen. Schmeckt gedünstet wie Spinat, nur etwas bissfester.
‚Lucullus’
Ein bewährter weißstieliger Stielmangold mit breiten, fleischigen Rippen und groben, blasig aufgewölbten Blättern. Die kräftigen weißen Stiele lassen sich wie Spargel getrennt garen, während du die Blätter wie Spinat dünstest — zwei Gemüse aus einer Pflanze. Lucullus ist robust, samenfest und treibt nach dem Schnitt zuverlässig wieder nach, sodass du über Monate immer wieder ernten kannst.
Mild und leicht erdig, ohne Bitternote. Die Stiele bleiben zart, die Blätter schmecken voller als die feiner Blattmangold-Typen.
‚Vulkan’
Ein leuchtend rotstieliger Stielmangold mit dunkelgrünen, rot geaderten Blättern — die kräftige Farbe bleibt auch nach dem kurzen Dünsten erhalten. Die fleischigen Stiele garst du wie Spargel, die Blätter wandern wie Spinat in die Pfanne. *Vulkan* treibt nach dem Schnitt zügig wieder nach, sodass du über Monate immer wieder pflücken kannst. Samenfest, also kannst du von deinen schönsten Pflanzen selbst Saatgut ziehen.
Mild mit einer leicht herben Note, die roten Stiele sind etwas würziger als helle Sorten. Junge Blätter eignen sich roh für den Salat.
Erfahrungen aus echten Gärten
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