Zum Inhalt springen
Erdbeere ‚Korona’

Sortenpass

Erdbeere ‚Korona’

Fragaria × ananassa · Rosaceae

Reifezeit
mittelfrüh
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Eine geschmacklich überzeugende Gartensorte, die für viele aromatischer schmeckt als die marktübliche *'Elsanta'*. Die mittelgroßen bis großen, dunkelroten Früchte sind weich und vollsaftig, dafür aber nur kurz haltbar und kaum transportfähig — eine echte Genießer-Erdbeere für den eigenen Garten, die du frisch verarbeitest. Sie trägt einmal, mit der Hauptmenge schon ab Ende Mai. Robust und wüchsig, dankt sie dir einen sonnigen Standort mit lockerem Boden.

Tiefrot bis ins Fruchtfleisch, sehr saftig und süß mit vollem, klassischem Erdbeeraroma.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Erdbeeren wollen einen lockeren, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden mit hohem Humusanteil; Staunässe musst du unbedingt vermeiden, sonst drohen Wurzelfäule und Botrytis. Der pH-Wert darf ruhig leicht im sauren Bereich liegen (etwa 5,5–6,5) — kalke nur sparsam und nur bei deutlich zu niedrigem Boden-pH.

Düngung

Mittelzehrer

Zu Vegetationsbeginn im Frühjahr (etwa März) gibst du eine flache Gabe reifen Kompost oder arbeitest Hornspäne oberflächlich ein, damit die Pflanze sanft ins Wachstum startet. Der Hauptdüngetermin ist direkt nach der Ernte im Juli/August — dann legt die Pflanze schon die Blütenknospen fürs nächste Jahr an und freut sich über reifen Kompost oder Laubhumus, flach eingearbeitet. Dünge zurückhaltend mit Stickstoff: zu viel davon fördert weiches Blattwerk und macht die Pflanze anfälliger für Botrytis.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

3 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochMai–Sep

Dickmaulrüssler

Otiorhynchus sulcatus

Der Gefurchte Dickmaulrüssler ist ein nachtaktiver, flugunfähiger Käfer, dessen erwachsene Tiere typische buchtartige Kerben in die Blattränder fressen. Gefährlicher sind die Larven: Sie leben im Boden und fressen Wurzeln und Wurzelhals, sodass besonders Erdbeeren und Heidelbeeren plötzlich welken oder ganz absterben. Befall fällt oft erst auf, wenn die Pflanze schon kümmert.

Vorbeugen

Setze ab Sommer bei feucht-warmem Boden insektenpathogene Nematoden (Heterorhabditis) gegen die Larven ein — das ist die wirksamste biologische Methode. Sammle Käfer abends mit der Taschenlampe ab oder lege Bretter und zusammengerollte Tontöpfe als Tagesversteck aus, die du morgens kontrollierst. Kontrolliere zugekaufte Topfpflanzen vor dem Auspflanzen auf Larven im Ballen.

KrankheitmittelMai–Sep

Grauschimmel

Botrytis cinerea

Grauschimmel ist ein Schwächeparasit, der überall dort zuschlägt, wo es feucht und eng ist. Auf reifen Erdbeeren, Tomaten oder Salatköpfen bildet sich ein typischer grau-pelziger Rasen, die Früchte faulen weich. Auch Jungpflanzen können daran umkippen.

Vorbeugen

Sorge für Luft: weite Abstände, ausgelichtete Bestände und trockene Blätter. Ernte reife Früchte zügig, entferne faulende sofort und vermeide Verletzungen. Im Gewächshaus hilft regelmäßiges Lüften gegen die Staunässe.

SchädlingmittelMai–Sep

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae

Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und vertrocknen. Bei starkem Befall überziehen feine Gespinste die Triebspitzen. Die nur 0,5 mm kleinen Tiere vermehren sich bei Hitze rasend schnell, sodass aus wenigen Milben in zwei Wochen eine Plage werden kann.

Vorbeugen

Halte die Luftfeuchte hoch — regelmäßiges Übersprühen und gutes Gießen stört die hitzeliebenden Milben spürbar — und lüfte das Gewächshaus gegen Hitzestau. Kontrolliere gefährdete Pflanzen früh mit der Lupe und setze bei Befall Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als biologische Gegenspieler ein; befallene einzelne Blätter ausbrechen und entsorgen bremst die Ausbreitung.