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Rettich ‚Rex’

Sortenpass

Rettich ‚Rex’

Raphanus sativus var. longipinnatus · Brassicaceae

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Ein schossfester Sommerrettich für die durchgehende Aussaat von Frühjahr bis Spätsommer. Rex bildet lange, weiße, glatte Stangen und bleibt auch bei längeren Tagen und Wärme erstaunlich lange im Boden, ohne vorzeitig zu schießen oder pelzig zu werden. Du säst ihn alle paar Wochen nach, dann hast du über die ganze Saison frischen Rettich. Eine zuverlässige, ertragsstarke Sorte, die dir die Anbauplanung leicht macht.

Mild-würzig mit feiner Schärfe, das Fleisch bleibt fest und saftig — gut für Salat und Brotzeit gleichermaßen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Gib dem Rettich einen tiefgründigen, lockeren und steinfreien Boden mit gutem Humusanteil und gleichmäßiger Feuchte — am besten sandig-lehmig. Verdichtete, schwere oder steinige Stellen führen zu deformierten Rüben, lockere sie tief auf. Asiatische Sorten (Daikon) brauchen besonders tief gelockerten Boden für ihre lange Wurzel.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite vor der Aussaat — im Frühjahr (März/April) oder vor der Sommersaat für Herbst- und Winterrettich (Juni/Juli) — reifen Kompost flach in den Boden ein. Auf mageren Böden kannst du zusätzlich Hornspäne als langsam wirkende organische Stickstoffquelle untermischen. Eine Nachdüngung ist meist nicht nötig: Zu viel Stickstoff treibt das Blatt auf Kosten der Rübe und fördert Nitrateinlagerung. Frischen Mist meiden.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.

Vorbeugen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.

SchädlinghochApr–Sep

Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.

Vorbeugen

Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.