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Raphanus sativus var. longipinnatus

Rettich

Volksnamen: Daikon, Bierrettich

Rettich

Foto: Jason7825 · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Der Rettich ist ein scharf-würziges Wurzelgemüse, das von der kleinen Sommersorte bis zum großen weißen Daikon viele Formen kennt. Er wächst zügig und gelingt auch im Topf — je nach Aussaatzeit erntest du knackige Knollen für den Sommer oder lagerfähige Herbstrettiche.

Pflegehinweise

Säe von April bis August direkt ins Beet und halte den Boden gleichmäßig feucht, denn Trockenheit macht den Rettich pelzig und übermäßig scharf. Vereinzle die Reihen früh auf gut eine Handbreit Abstand und ernte, sobald die Knollen ihre sortentypische Größe haben — überständige Rettiche werden holzig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Gib dem Rettich einen tiefgründigen, lockeren und steinfreien Boden mit gutem Humusanteil und gleichmäßiger Feuchte — am besten sandig-lehmig. Verdichtete, schwere oder steinige Stellen führen zu deformierten Rüben, lockere sie tief auf. Asiatische Sorten (Daikon) brauchen besonders tief gelockerten Boden für ihre lange Wurzel.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite vor der Aussaat — im Frühjahr (März/April) oder vor der Sommersaat für Herbst- und Winterrettich (Juni/Juli) — reifen Kompost flach in den Boden ein. Auf mageren Böden kannst du zusätzlich Hornspäne als langsam wirkende organische Stickstoffquelle untermischen. Eine Nachdüngung ist meist nicht nötig: Zu viel Stickstoff treibt das Blatt auf Kosten der Rübe und fördert Nitrateinlagerung. Frischen Mist meiden.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.

Vorbeugen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.

SchädlinghochApr–Sep

Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.

Vorbeugen

Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.

Sorten

5 Sorten

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