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Brassica oleracea var. capitata f. acuta

Spitzkohl

Volksnamen: Spitzkraut, Zuckerhutkohl

SpitzkohlKategorie-Bild

Beschreibung

Der Spitzkohl bildet lockere, kegelförmige Köpfe mit zarten, mild-süßen Blättern, die deutlich feiner schmecken als fester Weißkohl. Er reift früh und schnell, lässt sich darum gut als erster Kohl der Saison ziehen und ist roh wie gegart beliebt.

Pflegehinweise

Pflanze vorgezogene Setzlinge ab April mit gut einer Schrittlänge Abstand ins nährstoffreiche Beet und halte den Boden gleichmäßig feucht. Schütze die jungen Pflanzen mit einem Netz vor dem Kohlweißling und ernte die Köpfe ab Juni zügig, sobald sie fest sind — überreife Spitzkohlköpfe platzen leicht auf.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Spitzkohl will einen tiefgründigen, lehmig-humosen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt und Nährstoffe gut speichert. Ein kalkhaltiger Boden im pH-Bereich 6,5 bis 7,5 ist ideal — der höhere pH-Wert beugt zugleich der Kohlhernie vor. Auf leichten Sandböden arbeitest du reifen Kompost ein, damit der Boden Wasser besser hält.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite schon im Herbst vor dem Anbau reifen Kompost ein. Kurz vor dem Auspflanzen im Frühjahr (März/April) gibst du flach nochmals Kompost dazu und mischst Hornspäne unter, die über die ganze Wachstumsphase langsam Stickstoff nachliefern. Etwa drei bis vier Wochen nach dem Auspflanzen versorgst du die Pflanzen mit verdünnter Brennnesseljauche, um den Bedarf während der Kopfbildung (Mai/Juni) zu decken. Ab Mitte Juni nicht mehr stickstoffbetont düngen, damit die Köpfe fest und lagerfähig bleiben.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochApr–Sep

Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.

Vorbeugen

Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.

SchädlinghochMai–Sep

Großer Kohlweißling

Pieris brassicae

Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.

Vorbeugen

Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.

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