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Brokkoli ‚Burbank F1’

Sortenpass

Brokkoli ‚Burbank F1’

Brassica oleracea var. italica · Brassicaceae

Reifezeit
mittel
Wuchsstärke
stark

Über diese Sorte

Ein moderner F1-Hybrid für die Sommerkultur, der auch bei Hitze und Trockenstress noch dichte, gleichmäßige Köpfe ansetzt. Burbank bildet eine kräftige Hauptkrone und treibt danach gut Seitenröschen nach. Dank seiner Hitzetoleranz ist er eine gute Wahl, wenn dir frühe Sorten im Hochsommer zu schnell schießen. Pflanze ihn von Mai bis Juli für eine Ernte über den Spätsommer.

Mild und fein, mit saftiger Krone. Bleibt beim kurzen Garen bissfest und behält sein sattes Grün.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Brokkoli mag tiefgründige, humusreiche und gleichmäßig feuchte Böden — am liebsten lehmig-sandige Mischböden mit guter Wasserspeicherung, Staunässe verträgt er nicht. Ein neutraler bis leicht alkalischer Boden (pH Richtung 7) kommt ihm entgegen und beugt der Kohlhernie vor; auf saurem Boden vor der Pflanzung Kalk flach einarbeiten.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Starkzehrer

Brokkoli ist ein Starkzehrer: Arbeite zur Beetvorbereitung im Frühjahr (oder im Sommer beim Herbstanbau) reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das ist die Grunddüngung. Etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Auspflanzen, wenn sich die Köpfe zu bilden beginnen, kannst du mit Brennnesseljauche oder verdünntem Komposttee nachdüngen. Beim Herbstanbau die stickstoffbetonte Düngung spätestens Ende August beenden, damit das Gewebe nicht weich und frostanfällig wird.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

4 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen. Sie schlagen bei trocken-warmem Wetter unzählige kleine runde Löcher in junge Blätter von Radieschen, Rucola und Rettich, sodass die Blätter wie durchsiebt aussehen. Keimlinge können bei Massenbefall ganz absterben, während ältere Pflanzen den Fraß meist wegstecken.

Vorbeugen

Halte den Boden rund um die Jungpflanzen mit regelmäßigem Gießen und einer dünnen Mulchschicht feucht — Erdflöhe meiden Feuchtigkeit und kühlen Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz direkt nach der Aussaat hält die springenden Käfer komplett fern. Lockeres, häufiges Hacken stört die Eiablage, und eine etwas spätere oder vorgezogene Aussaat umgeht die trockenheißen Hauptflugphasen.

SchädlinghochApr–Sep

Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.

Vorbeugen

Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.

SchädlinghochMai–Sep

Großer Kohlweißling

Pieris brassicae

Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.

Vorbeugen

Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.

SchädlinghochApr–Okt

Spanische Wegschnecke

Arion vulgaris

Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet. Sie frisst nachts und bei feuchtem Wetter unregelmäßige Löcher in Blätter und räumt junge Salate oder Keimlinge oft komplett ab. Verräterisch sind die silbrig glänzenden Schleimspuren am nächsten Morgen. Besonders weiche, frisch gepflanzte Sätze sind gefährdet.

Vorbeugen

Sammle die Tiere früh morgens oder nach Regen ab und lege Bretter als Tagesverstecke aus, unter denen du sie gezielt einsammelst. Ein 3–5 cm hoher Schneckenzaun um gefährdete Beete hält sie zuverlässig fern, ebenso ein trockener Streifen aus Schafwolle oder Sägemehl. Fördere Igel, Laufkäfer und Kröten mit Totholz und Laubhaufen — und gieße morgens statt abends, damit die Beete nachts abtrocknen.