Sortenpass
Rosenkohl ‚Hilds Ideal’
Brassica oleracea var. gemmifera · Brassicaceae
- Reifezeit
- mittelfrüh
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Eine alte deutsche, samenfeste Sorte für die frühe Ernte ab dem Herbst. Die mittelhohen Pflanzen bilden gleichmäßige, feste Röschen, sodass du schon ab Oktober ernten kannst, ohne auf den ersten Frost warten zu müssen. Bewährt im Hausgarten und ideal, wenn du eigenes Saatgut gewinnen möchtest.
Fein-würzig und ausgewogen, ohne aufdringliche Kohlnote. Schmeckt gedünstet ebenso gut wie roh fein gehobelt im Wintersalat.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, nährstoffreich, feucht, kalkliebend
Rosenkohl will einen tiefgründigen, schweren, lehmig-humosen Boden mit guter Wasserhaltekraft — gleichmäßige Feuchte ist bei der langen Standzeit wichtig, Staunässe verträgt er aber nicht. Ein hoher pH-Wert im neutralen bis leicht basischen Bereich ist günstig: Er beugt der Kohlhernie vor, weshalb du sauren Boden vor der Pflanzung aufkalken kannst.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Starkzehrer
Arbeite im Herbst oder zeitigen Frühjahr reifen Kompost flach in den Boden ein, das verbessert Struktur und Grundversorgung. Zur Pflanzung im Mai/Juni harkst du Hornspäne oberflächlich ein, damit der Stickstoff langsam frei wird. Wegen der langen Kultur kannst du im Sommer organisch nachdüngen. Ab Ende August nicht mehr stickstoffbetont düngen, damit die Pflanzen frosthart bleiben.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
2 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Kleine Kohlfliege
Delia radicum
Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.
Vorbeugen
Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.
Großer Kohlweißling
Pieris brassicae
Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.
Vorbeugen
Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.
