Sortenpass
Rote Bete ‚Tonda di Chioggia’
Beta vulgaris subsp. vulgaris · Amaranthaceae
- Reifezeit
- mittelfrüh
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Eine alte italienische Sorte aus der Lagune von Chioggia, deren Reiz im Anschnitt steckt: rot-weiß geringeltes Fleisch wie eine Zielscheibe. Roh gehobelt verliert sie die Ringe am wenigsten, deshalb ist sie deine erste Wahl für bunte Carpaccio-Teller und Salate. Sie ist samenfest und mild im Geschmack, ohne die kräftige Erdnote vieler dunkler Sorten.
Auffallend süß und mild, fast ohne Bitterkeit. Beim Kochen verblasst die Ringelung leider, roh kommt sie am schönsten zur Geltung.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich
Rote Bete mag tiefgründige, humose und gut durchlässige Böden ohne Staunässe – am besten lockerer Lehm, in dem die Rübe ungehindert wachsen kann. Der pH-Wert liegt optimal bei 6,0–7,0; auf sauren Böden (unter 6) reagiert sie mit Mangelerscheinungen, über 7,5 wird die Aufnahme von Eisen und Bor schlechter. Kalk daher nur dosiert und am besten im Herbst nach Bodentest geben.
Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.
Düngung
Mittelzehrer
Im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach in den Boden einarbeiten; auf nährstoffärmeren Böden zusätzlich Hornspäne als langsam wirkende Stickstoffquelle untermischen. Dünge zurückhaltend – zu viel Stickstoff treibt Blattmasse statt Knolle und erhöht den Nitratgehalt. Keinen frischen, unverrotteten Mist verwenden.
