Sortenpass
Weißkohl ‚Türkis F1’
Brassica oleracea var. capitata f. alba · Brassicaceae
Geschützte Sorte (Sortenschutz)
- Reifezeit
- mittel
- Wuchsstärke
- mittel
Über diese Sorte
Ein zuverlässiger F1-Hybrid, der als bewährte Sauerkraut- und Verarbeitungssorte gilt. Die mittelgroßen, runden Köpfe sind innen sehr fein gefüllt und kurzstrunkig, was beim Hobeln wenig Abfall bedeutet. Die Sorte zeigt im Garten eine gute Toleranz gegen Thrips und ein zähes Platzfestigkeit, sodass die Köpfe auch bei Standzeit kaum aufreißen.
Mild und knackig mit dünnen, dicht gepackten Blättern. Ideal fein gehobelt für selbst angesetztes Sauerkraut oder frisch im Krautsalat.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, nährstoffreich, feucht
Weißkohl braucht einen tiefgründigen, schweren, humusreichen Boden mit gutem Wasserhaltevermögen — lehmige Böden sind ideal, weil sie die schweren Köpfe tragen und gleichmäßig Feuchtigkeit liefern. Lockere das Beet vor dem Pflanzen tief und arbeite reichlich reifen Kompost ein; halte den pH bei 6,5–7,5 und kalke bei zu saurem Boden, denn niedrige pH-Werte begünstigen Kohlhernie.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Starkzehrer
Arbeite im zeitigen Frühjahr vor dem Pflanzen reifen Kompost und Hornspäne flach ins Beet ein — das deckt den Grundbedarf. Etwa 4–6 Wochen nach dem Auspflanzen und erneut zu Beginn der Kopfbildung kannst du organisch nachdüngen, etwa mit selbst angesetzter Pflanzenjauche. Übertreibe es nicht mit Stickstoff: zu viel macht die Köpfe weich und anfälliger.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
2 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Kleine Kohlfliege
Delia radicum
Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an. Befallene Jungpflanzen welken bei Sonne trotz feuchtem Boden, verfärben sich bläulich und lassen sich leicht aus der Erde ziehen. An Kohlrabi und Radieschen entstehen korkige Fraßstellen mit Fäulnis. Die erste Generation im kühlen Frühjahr ist meist die schädlichste.
Vorbeugen
Lege direkt nach dem Pflanzen Kohlkragen aus Filz oder Pappe um den Wurzelhals — sie verhindern die Eiablage am Boden. Ein engmaschiges Kulturschutznetz über dem Beet hält die Fliege vollständig fern und schützt zugleich vor Erdfloh und Kohlweißling. Häufle die Pflanzen leicht an, damit sie neue Wurzeln über der Fraßstelle bilden, und halte einen mehrjährigen Fruchtwechsel auf Kreuzblütler-Beeten ein.
Großer Kohlweißling
Pieris brassicae
Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen. Die Raupen leben gesellig, sodass eine einzige Pflanze schlagartig kahl sein kann. Verräterisch sind die gelben Eipakete und die grün-schwarzen Kotkrümel im Herz. Pro Jahr treten zwei bis drei Generationen auf.
Vorbeugen
Lege ab dem Auspflanzen ein feinmaschiges Kulturschutznetz über die Kohlbeete, damit die Falter gar nicht erst zur Eiablage kommen. Kontrolliere die Blattunterseiten wöchentlich und zerdrücke gelbe Eigelege sowie junge Raupennester von Hand. Bei stärkerem Befall hilft das bio-zugelassene Bacillus thuringiensis gezielt gegen die jungen Raupen, und blühende Randstreifen fördern Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler.
