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Buschbohne ‚Berggold’

Sortenpass

Buschbohne ‚Berggold’

Phaseolus vulgaris var. nanus · Fabaceae

Reifezeit
mittelfrüh
Wuchsstärke
mittel

Über diese Sorte

Eine gelbe Wachsbohne mit leuchtend goldgelben, fleischigen Hülsen, die ohne Fäden butterzart bleiben. Im Beet sind die hellen Hülsen leicht zu finden, was die Ernte beschleunigt. Auf dem Teller setzt sie neben grünen Bohnen einen schönen Farbtupfer.

Mild und buttrig, deutlich weicher als grüne Sorten. Behält beim Kochen ihre sonnige Farbe und schmeckt fein-aromatisch.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.28.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Die Buschbohne mag lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — sandig-lehmig bis mittelschwer ist ideal. Wichtiger als hoher Nährstoffgehalt sind Durchlüftung und Wasserdurchlässigkeit; schwere, verdichtete oder staunasse Böden verträgt sie schlecht, und frisch gedüngte oder stickstoffreiche Flächen meidest du besser. Vor der Aussaat wartest du eine Bodentemperatur von mindestens 10 °C ab.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Die Buschbohne braucht kaum Düngung: Als Hülsenfrucht bindet sie über Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst Luftstickstoff, eine Stickstoffgabe ist deshalb überflüssig und sogar schädlich. Im Frühjahr arbeitest du vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein — das verbessert vor allem die Bodenstruktur. Auf sehr mageren Böden kannst du bereits im Herbst des Vorjahres etwas Hornspäne flach einarbeiten. Während des Wachstums düngst du nicht mehr nach.

Mischkultur

Krankheiten & Schädlinge

5 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlingmittelApr–Aug

Blattläuse

Aphidoidea

Blattläuse sind die häufigsten Saugschädlinge im Garten. Sie sitzen in dichten Kolonien an weichen Triebspitzen, saugen Pflanzensaft und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich schwarzer Rußtau ansiedelt. Stark befallene Triebe verkrüppeln, außerdem übertragen Läuse Viren.

Vorbeugen

Fördere Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen mit blühenden Randstreifen — sie halten Läuse meist in Schach. Spritze kleine Herde einfach mit Wasser ab oder zerdrücke sie. Verzichte auf Überdüngung mit Stickstoff, denn weiches Wuchsgewebe lockt Läuse besonders an.

KrankheitmittelJun–Sep

Brennfleckenkrankheit der Bohne

Colletotrichum lindemuthianum

Die Brennfleckenkrankheit ist eine Pilzkrankheit an Busch-, Stangen- und Feuerbohnen, die vor allem die Hülsen entstellt. Typisch sind dunkelbraune bis schwarze, scharf umrandete und eingesunkene Flecken mit hellem Zentrum, aus denen bei Feuchtigkeit rosafarbene Sporenmasse quillt. Befallene Hülsen sind unverkäuflich, und der Pilz wandert ins Saatgut, das ihn ins nächste Jahr trägt.

Vorbeugen

Säe nur gesundes, geprüftes Saatgut und ziehe widerstandsfähige Sorten vor. Betritt die Beete nie bei Nässe, weil die Sporen über feuchtes Laub von Pflanze zu Pflanze gelangen. Räume nach der Ernte alle Pflanzenreste ab — nicht kompostieren — und halte eine drei- bis vierjährige Anbaupause für Bohnen auf der Fläche ein.

KrankheitmittelJul–Sep

Bohnenrost

Uromyces appendiculatus

Bohnenrost ist eine Pilzkrankheit, die vor allem im Hochsommer an Busch-, Stangen- und Feuerbohnen auftritt. Charakteristisch sind rostbraune, pulvrige Sporenlager auf der Blattunterseite, umgeben von einem gelben Hof. Stark befallene Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab, was die Pflanze schwächt und den Hülsenansatz mindert.

Vorbeugen

Sorge mit weitem Pflanzabstand für luftige Bestände, die nach Tau und Regen schnell abtrocknen, und gieße morgens an die Wurzel statt über das Laub. Entferne erste befallene Blätter sofort und räume nach der Ernte alle Pflanzenreste ab — nicht kompostieren. Eine mehrjährige Anbaupause und rostärmere Sorten senken den Befallsdruck.

SchädlingmittelMai–Sep

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae

Die Gemeine Spinnmilbe tritt vor allem bei trockener Hitze im Gewächshaus auf und saugt an der Blattunterseite, wodurch die Blätter zuerst hell gesprenkelt, dann fahl-bronzefarben werden und vertrocknen. Bei starkem Befall überziehen feine Gespinste die Triebspitzen. Die nur 0,5 mm kleinen Tiere vermehren sich bei Hitze rasend schnell, sodass aus wenigen Milben in zwei Wochen eine Plage werden kann.

Vorbeugen

Halte die Luftfeuchte hoch — regelmäßiges Übersprühen und gutes Gießen stört die hitzeliebenden Milben spürbar — und lüfte das Gewächshaus gegen Hitzestau. Kontrolliere gefährdete Pflanzen früh mit der Lupe und setze bei Befall Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als biologische Gegenspieler ein; befallene einzelne Blätter ausbrechen und entsorgen bremst die Ausbreitung.

KrankheithochMai–Okt

Weißstängeligkeit (Sclerotinia-Fäule)

Sclerotinia sclerotiorum

Die Weißstängeligkeit, auch Sclerotinia-Fäule, ist eine breit wirtende Pilzkrankheit, die Salat, Bohnen und viele weitere Kulturen befällt. An der Stängelbasis entsteht eine wässrige, weiche Fäule mit watteartigem weißem Pilzbelag; darin bilden sich schwarze, harte Dauerkörper (Sklerotien), die jahrelang im Boden überleben. Befallene Pflanzen welken plötzlich und fallen um.

Vorbeugen

Pflanze weit und luftig, damit die Bestände nach Regen rasch abtrocknen, und gieße morgens an die Wurzel statt über das Laub. Entferne kranke Pflanzen samt anhaftender Erde sofort und entsorge sie über den Hausmüll — die Sklerotien überdauern im Kompost. Halte eine mehrjährige Anbaupause und meide enge Fruchtfolgen mit anderen anfälligen Kulturen wie Bohne, Möhre oder Sellerie.